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Kolumne
05.09.2020

Genuss mit Dietiker: «Flugi Schänis»

Das Restaurant Flugplatz (l.) in Schänis. Dieser Tage war der Weltrekordflug von Schänis in die Nordsee in den Schlagzeilen, hier beim Start (r.).
Das Restaurant Flugplatz Schänis ist bei Segelfliegern international bekannt als Streckenflug-Startort. Seine Lage mitten im Linthgebiet zieht aber auch viele Velofahrer, Skater und Spaziergänger an.

Während einer fünfjährigen Planungs- und Bauzeit wurden rund zwei Millionen Franken investiert in das neue Betriebsgebäude mit Restaurant.

Seit der Wiedereröffnung im Mai wirtet Kilian Senti in der «Flugi». Kein Unbekannter, betreibt er doch schon die Traube in Benken, die Post in Biberbrugg und das Berggasthaus Fuederegg auf Oberiberg. Für Kilian Senti ein Glücksfall: «Mit der Fuederegg haben wir eine Skihütte, die im Winter viele Besucher anzieht. Dieselbe Mannschaft betreibt nun im Sommer das Restaurant Flugplatz.»

Das neue Restaurant bietet dank einem durchdachten Raumkonzept lokalen Vereinen und Firmen die Möglichkeit, ihre Versammlungen, Sitzungen und Seminare in einem modernen Ambiente durchzuführen (kleiner Saal 25 Personen, grosser Saal 50, Restaurant und Saal 100).

Von den Terrassen geniesst man freie Sicht auf das Flugfeld.

Interessanter Flugbetrieb – auch für Kinder

Die zweistufige Terrasse bietet einen freien Blick auf das Fluggeschehen, Piloten und Helfer bauen ihre Flugzeuge auf oder ab, Schleppflugzeuge starten und landen. Segelflugzeuge kehren von ihren Flügen nach Süddeutschland, Österreich und in die Schweizer Alpen zurück.

Die Kinder können sich auf dem grossen Spielplatz vergnügen. Da steht die «H-B-Lea», ein Kinderflugzeug, das speziell für den Spielplatz angefertigt wurde. Eine vernünftige Adrenalin-Attraktion ist dann die Seilrutsche gleich nebenan. Und weil keine vorbeifahrenden Autos die Kinder stören, können sich die Eltern ruhig auf der Terrasse entspannen.

Vom Imbiss bis zum Menu

Als wir an einem sonnigen Sonntag um die Mittagszeit einkehren, erwischen wir gerade noch zwei Plätze auf der oberen, gedeckten Terrasse. Auch die untere Terrasse mit Sonnenschirmen ist gut besetzt und am Glacéstand drängt sich die Jungmannschaft.

Eine spezielle Sommerkarte bietet Vorspeisen an, von der Currysuppe über Melone mit Rohschinken bis zum Tatar. Klassiker dominieren auch die Hauptspeisen: Fitnessteller, Rindshohrückensteak, Mix Grill Spiess, Fischchnusperli, Spätzlipfanne usw.

Auf der normalen Karte findet man Spaghetti in vier Variationen (Fr. 15.50 bis 19.50), drei Burger mit CH-Rindfleisch (Fr. 19.50) und einen Doppeldecker (Fr. 24.50) bis hin zu Cordon bleu, Rindsfilet und Surf & Turf.

Die reichhaltigen Vorspeisen wie Bruschette (l.) und Tuna (r.) sind appetitanregend angerichtet.

Uns machen jedoch die Vorspeisen gluschtig. Die Bruschette kommen in einer grosszügigen Portion mit schmackhaften Tomaten auf knusprig gerösteten Weissbrotscheiben auf den Tisch (Fr. 9.50). Ebenso reichlich ist der in Kruste angebratene Thunfisch mit Trockenreis und Blattspinat sehr hübsch auf brandheissem Teller angerichtet (Fr. 16.50). Ein wenig schade nur, dass der Spinat zu lange gekocht war.

Von Montag bis Freitag wird ab elf Uhr ein Mittagsmenu angeboten zum Preis von Fr. 19.50 inkl. Suppe und Salat. Zum Beispiel Roastbeef oder Lamm Rack oder Gehacktes mit Hörnli und Apfelmus. Und für Vegetarier eine Wokpfanne mit Gemüse, Tofu und Nudeln.

Schöne Weinkarte

Im weissen Offenausschank stehen Riesling, Chardonnay, Féchy und St. Saphorin zur Wahl (Fr. 4.30 bis 5.10/dl). In derselben Preislage gibt es Rote aus der Schweiz, Italien und Spanien, sowie einen Rosé aus dem Wallis.

Aus den weissen Flaschenweinen entscheiden wir uns für einen Yvorne «Chant des Rasses» für vergleichsweise günstige Fr. 45.50 – und bereuen es nicht. Rotweine werden aus der Bündner Herrschaft, dem Tessin, vom Zürichsee sowie aus Italien, Frankreich, Österreich, Spanien und Portugal angeboten (Fr. 41.50 bis 55.50). Für besondere Gelegenheiten gibt es zudem Barolo und Amarone (Fr. 75.50).

Bei einem ausgezeichneten Espresso in eleganter Tasse (l.) sinnen wir einem Segelflug über die umliegenden Berge nach – müsste ein unvergessliches Erlebnis sein! Kann man buchen in der «Flugi»…

PS: Und wieder schliesst ein traditioneller Gastbetrieb

Per Ende Jahr schliesst Patrick Meier das Restaurant Johanna in Jona. Die altehrwürdige Liegenschaft (1778) möchte er an einen Gastwirt verkaufen.

Hansjörg Dietiker, Linth24