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Kanton
07.03.2020
07.03.2020 19:27 Uhr

Covid-19: Mehr Männer als Frauen

Linth24 publiziert hier tagesaktuell bestätigte Informationen von Bund, Kantonen und Firmen und zusätzlich einzelne Themenartikel.

Erstmals offizielle Zahlen vom BAG zu den Kantonen

7.3. / 15:45: Vor drei Tagen sagte das Bundesamt für Gesundheit noch, dass es keine Einzelzahlen aus den Kantonen veröffentlichen würde. Daraufhin besorgten sich der Tagesanzeiger und Linth24 die Daten von den Kantonen selber. Nun hat das BAG das Heft selber in die Hand genommen und gibt Detailzahlen bekannt. Sie sind oben auf der Linth24 Karte abgebildet.

Gemäss BAG gibt es aktuell 232 in der Schweiz bestätigte Fälle. Hinzu kommen Erkrankungen, die bei einer ersten Messung festgestellt aber noch nicht durch eine zweite Messung bestätigt sind. Das sind zusätzlich 34 Fälle.

Mehr Männer als Frauen betroffen

7.3. / 15:30: Die neuste Statistik des Bundesamtes für Gesundheit zeigt, dass mehr Männer als Frauen erkrankt sind. Ausserdem gibt es zurzeit die Mehrzahl der Fälle in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 50 und 50 Jahren.

Alters- und Geschlchterverteilung seit Einführung der Meldeprflicht. (Quelle: BAG)

Steigende Zahlen im Kanton Waadt

7.3. / 14.45 Uhr: Die Zahl der Erkrankungen ist im Kanton Waadt innerhalb eines Tages von 9 auf 20 gestiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Geheilten von 1 auf 9 erhöht. Dies teilt der Kanton auf Anfrage von Linth24 mit.

Gemäss Bundesamt für Gesundheit beträgt die Zahl aller registrierten Angesteckten in der Schweiz heute um 12 Uhr 228 Personen. Gestern Nachmittag waren es noch 181.

Vordergründig stagnierende Fallzahlen

7.3. /12:15: Auf der von Linth24 veröffentlichten Karte mit den kantonalen Fallzahlen hat sich die Summe seit gestern Abend um 1 auf 178 erhöht. Das Bundesamt für Gesundheit meldete gestern Abend 181 bestätigte Fälle und total 210 Fälle von bestätigten und nicht bestätigten Infektionen. Seither gibt es keine neuen, offizielle Zahlen.

Auf den Webseiten der Kantone wurde seit gestern Abend keine neuen Zahlen veröffentlicht. Das hat verschiedene Gründe: Die einen Kantone weisen Linth24 darauf hin, dass sie die Zahlen nur noch direkt nach Bern melden und nicht auf der kantonseigenen Webseite veröffentlichen. Die kantonale Bevölkerung wird damit nicht mehr informiert.

Das Nicht-Aktualisieren kann an anderen Orten auch mit dem Wochenendbetrieb zu tun haben.

Ein dritter Grund ist die neue Politik des Bundes, welche nicht mehr alle Fälle, insbesondere die leichten Fälle, erheben will. Hier lautet die Empfehlung, dass sich die Betroffenen in ihrer eigenen Wohnung pflegen und nur bei gravierenden Fällen zum Arzt gehen. Damit entfallen diese Fallzahlen.

Züge und Busse in Richtung Italien desinfizieren

7.3. / 12:00: Das italienische Gesundheitsministerium hat eine interessante Anordnung getroffen; Das Ministerium verlangt neu, dass Züge und Busse, die über die Schweizer Grenze hinaus nach Italien und zurück in die Schweiz verkehren, einmal täglich desinfiziert werden müssen, wie die Agentur Keystone-SDA schreibt.

Die Anordnung ist deshalb interessant, weil die Infektionen bisher von Italien in die Schweig geschleppt wurden und nicht umgekehrt.

Neben den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betrifft diese Anordnung auch die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB), insbesondere den Bernina Express, sowie Flixbus und Postauto Schweiz.

Notfallstationen, Arbeit und öffentlicher Verkehr

7.3. / 06:45: Zur Bewältigung der aktuellen Situation gibt es weitere Empfehlungen:

Benutzen von Zug, Tram und Bus
Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden und Freizeit-Fahrten reduziert werden. In Verkehrsmitteln sowie an Bahnhöfen und Haltestellen sollen die Menschen Abstand halten. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung hat, soll auf den öffentlichen Verkehr verzichten.

Besuche in Altersheimen
In den kommenden Tagen sollen Besuche in Altersheimen vermieden werden. Fragen bezüglich der Angehörigen sollen mit dem jeweiligen Heimpersonal besprochen werden. Wer selber Anzeichen einer Atemwegserkrankung hat, soll ganz auf Kontakte mit älteren Menschen verzichten.

Telearbeit und Arztzeugnis
Wo möglich, soll die Arbeit per Telearbeit verrichtet werden. Die Kundschaft kann in geeigneter Form auf die reduzierte Personalstärke aufmerksam gemacht werden.
Damit eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden wird, sollten krankheitsbedingte Abwesenheits- respektive Arztzeugnis erst ab dem fünften Tag von den Mitarbeitenden verlangt werden.

Notfallstationen
Wenn Personen unter 60 Jahren Grippe-Symptome inklusive Fieber aufweisen, sollen sie sich zuhause auskurieren und nicht in eine Notfallstation oder Arztpraxis gehen. Der Gang zum Arzt, insbesondere am Wochenende, sollte nur bei akut verschlechteter Situation getan werden.

Situation Weltweit

Datum Anzahl Infizierung Anzahl Tote Tote
ausserhalb
Chinas
Anzahl Geheilte
1.3. 86'000 2980 109 42'000
2.3. 89'000 3045 133 45'000
3.3. 90'000 3118 175 48'000
4.3 93'000 3203 222 50'000
5.3 95'000 3284 272 51'000
6.3. 98'000 3383 346 55'000
7.3. 102'000 3493 423 57'000
         

Situation Italien

  Anzahl Infizierungen Anzahl  Tote
1.3. / 7:00 Uhr 1128 29
2.3. / 7:00 Uhr 1694 34
3.3. / 7:00 Uhr 2036 52
4.3. / 7:00 Uhr  2502 79
5.3. / 6:45 Uhr  3089 107
6.3. / 6:30 Uhr  3858 149
7.3. / 7:00 Uhr 4636 197
     

Situation Schweiz

  Anzahl Infizierungen Anzahl Tote Anzahl Geheilte
28.2 / 23:00 Uhr 12 0 0
29.2 / 23:00 Uhr 19 0 0
1.3. / 23:00 Uhr 24 0 1
2.3. / 23:00 Uhr 39 0 1
3.3. / 23:00 Uhr 54 0 2
4.3. / 23:00 Uhr 81 0 3
5.3. / 23:00 Uhr  116 1 3
6.3. / 23:00 Uhr 177 1 3
       

Daten von Bundesamt für Gesundheit und Kantonen

Schlagzeilen von gestern (6. März 2020)

  • BAG fokussiert auf ältere Menschen und schwere Fälle
  • Schweiz: Von 116 auf 177 Ansteckungen innert 24 Stunden

Welche Veranstaltungen verschoben oder abgesagt sind

Linth24 präsentiert in einer laufend aktualisierten Liste die Veranstaltungen im Linthgebiet. Meldungen bitte an redaktion@linth24.ch

Redaktion Linth24