Geplant sind bis zu 70 nicht gewinnorientierte Wohnungen – entscheiden werden die Stimmberechtigten im Verlaufe des Jahres 2026.
Steigende Mieten, wachsende Sorgen
Wie die Ortsgemeinde mitteilt, ist auch Weesen zunehmend von steigenden Immobilien- und Mietpreisen betroffen. Investoren und private Vermieter prägten den Markt immer stärker, oft mit Fokus auf Rendite. Für Familien, junge Erwachsene, ältere Menschen und Haushalte mit mittlerem Einkommen werde es dadurch immer schwieriger, in Weesen bezahlbaren Wohnraum zu finden oder zu halten. Eine schleichende Verdrängung aus dem angestammten Lebensraum sei spürbar.
Baurecht statt Verkauf
Als Gegenmassnahme beabsichtigt die Ortsgemeinde, der Baugenossenschaft Glarus eine Parzelle im Gebiet Moos im Baurecht zu überlassen. Auf dem Grundstück könnten – vorbehaltlich der nötigen Zustimmungen – rund 60 bis 70 genossenschaftliche Wohnungen entstehen. Diese sollen nicht gewinnorientiert, sondern nach den Grundsätzen des gemeinnützigen Wohnbaus erstellt und vermietet werden.
Absichtserklärung liegt vor
Die Ortsgemeinde Weesen und die Baugenossenschaft Glarus haben bereits eine gemeinsam ausgearbeitete Absichtserklärung unterzeichnet. Die konkrete Planung soll jedoch erst aufgenommen werden, wenn die demokratischen Entscheide gefallen sind. Die Bürgerversammlung der Ortsgemeinde Weesen entscheidet im März 2026 über die Baurechtsgewährung, die Mitglieder der Baugenossenschaft Glarus im Frühling 2026 über Projekt und Kredit.
Entscheid beim Stimmvolk
Mit dem Vorhaben wollen Ortsgemeinde und Baugenossenschaft Verantwortung übernehmen. Genossenschaftlicher Wohnbau stehe für langfristige Stabilität, soziale Durchmischung und nachhaltige Entwicklung, heisst es. Ob daraus ein konkretes Bauprojekt wird, liegt letztlich in den Händen der stimmberechtigten Ortsbürgerinnen und Ortsbürger von Weesen sowie der Mitglieder der Baugenossenschaft Glarus.