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Leserbrief
Uznach
07.01.2026
06.01.2026 22:06 Uhr

Die Kirche sollte verbinden – nicht politisieren

Martin Dilla kritisiert die Vermischung von Glauben und  Politik an der Neujahrsmesse in Uznach.
Martin Dilla kritisiert die Vermischung von Glauben und Politik an der Neujahrsmesse in Uznach. Bild: Linth24
Der Flyer zur Konzernverantwortungsinitiative, der schon bei den Sternsingern zu Problemen führte, fand Einzug in die heilige Messe in Uznach. Martin Dilla ist unglücklich damit.

Martin Dilla schreibt:

«Während der Messe am 1. Januar in der Stadtkirche Uznach stellte eine Seelsorgerin, die den Gottesdienst leitete, einen Flyer zur Konzerverantwortungsinitiative, also für eine politisch klar links positionierte Veranstaltung vor. Dies hat mich überrascht und zum Nachdenken gebracht.

Fragen zur Rolle der Kirche

Ich bin gefirmt, habe mich früher ehrenamtlich in der Kirche engagiert und meinen Glauben stets mit Überzeugung gelebt. Auch wenn ich heute nicht jedes Wochenende den Gottesdienst besuche, ist die Kirche für mich ein wichtiger Ort der Besinnung und der Auseinandersetzung mit Glaubensfragen. Umso ungewohnter war es für mich, in diesem Rahmen mit politischen Inhalten konfrontiert zu werden.
Wenn kirchliche Räume mit parteipolitischen Botschaften verbunden werden, wirft dies bei vielen Gläubigen Fragen zur Rolle der Kirche auf. Solche Wahrnehmungen sind immer wieder zu hören.

Klare Trennung ist zentral

Ich halte es für wichtig, dass kirchliche Angebote in erster Linie als geistliche Räume verstanden werden, in denen Glauben, Bibel und christliche Werte im Mittelpunkt stehen. Eine klare Trennung zwischen dem spirituellen Auftrag der Kirche und parteipolitischen Positionierungen erscheint mir dabei zentral.

Verbinden und orientieren

Die Kirche sollte Menschen verbinden und Orientierung geben. Ich wünsche mir, dass sie diesen verbindenden Charakter bewahrt und ihre Aufgabe als geistliche Gemeinschaft weiterhin in den Vordergrund stellt.»

Martin Dilla, Uznach
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