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Sport
23.11.2021
23.11.2021 15:28 Uhr

Volleyball: Jona weiter im Tief

Nach fünf Niederlagen in Serie brauchen die Volleyballer des TSV Jona dringend einen Erfolg für den Anschluss an die Playoff-Plätze.
Nach fünf Niederlagen in Serie brauchen die Volleyballer des TSV Jona dringend einen Erfolg für den Anschluss an die Playoff-Plätze. Bild: TSV Jona Volleyball
Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen Partien verlieren die Volleyballer des TSV Jona auswärts in Lausanne mit 1:3. Zudem wurde ein neuer Spieler verpflichtet.

Samstagabend im Centre Sportif de Dorigny auf dem Universitätsgelände von Lausanne: Mit einem seiner wuchtigen Angriffe beendete Lausannes Topscorer Daniel Ramirez das Spiel zwischen Favorit Lausanne UC und dem TSV Jona. «Wir haben besser gespielt als in den vergangenen Partien», liess Jona-Trainer Dalibor Polak verlauten. «Wir müssen weiter an uns arbeiten, um zum Siegen zurückzufinden».

Tatsächlich funktionierte auf der Seite der Joner mehr als noch in der letzten Partie gegen Luzern. Obwohl Lausanne mit dem Service unglaublich viel Druck machte und Topscorer Ramirez (30 Punkte) ein sehr gutes Spiel zeigte, konnte Jona über weite Strecken mithalten.

Erster Satz: Frühes Time-Out und späteres Unvermögen

Im ersten Satz sah sich Polak bereits früh gezwungen, ein Time-Out zu nehmen. Vorangegangen war eine Serviceserie des Lausanners Adrien Prével, der den Spielstand von einem 2:4 zu einem 6:4 ummünzte.

Jona fand in die Spur zurück, lag aber weiterhin im Rückstand. Erst gegen Satzende wurde der Gegner wieder eingeholt und es kam zu einem spannenden Schlagabtausch um den ersten Durchgang. Zuerst musste Jona zwei Satzbälle der Lausanner abwehren, bevor die Gäste selber die Chance hatten, den Satz zu beenden. Eigenes Unvermögen der Joner verhinderte aber den Erfolg und Lausanne UC sicherte sich den Satz mit einem knappen 30:28.

«Den ersten Satz haben wir selber aus der Hand gegeben», resümierte Zuspieler und Kapitän Filip Habr nach dem Spiel. «Wir haben schlicht zu viele einfache Bälle vergeben.»

Zweiten Satz abgegeben – Teilerfolg im dritten

Im zweiten Satz blieb der Punktestand vorerst ausgeglichen, ehe sich gegen Ende das Heimteam absetzten konnte. Jona vermochte nicht mehr zu reagieren und gab auch diesen Satz mit 25:20 ab.

Im dritten Durchgang zeigte Jona eine Leistungssteigerung. Besonders Jonas neuer Diagonalangreifer Mihai Voleanschii, der den verletzten Yves Roth ersetzen soll, tat sich als eifriger Punktesammler hervor. Engagiert am Block und mit wenigen Fehlern im Angriff gelang es, in der Schlussphase Lausanne zu distanzieren. Der 23:25-Satzsieg sollte aber der einzige Teilerfolg von Jona an diesem Abend bleiben.

Wirkungslose Angriffe gegen Ende des vierten Satzes

Denn im vierten Abschnitt produzierten die Joner nicht weniger als elf Eigenfehler. Da gleichzeitig aber auch Lausanne in seinen Aktionen nicht mehr zwingend agierte, blieb der Spielstand bis zum 21:21 ausgeglichen. Dann setzte sich das Heimteam mit 25:21 durch, weil Jona mit seinen Angriffen absolut wirkungslos blieb.

Die 3:1-Niederlage ist bereits die fünfte in Folge. Damit ist der TSV Jona auf den sechsten Tabellenrang abgerutscht. Um den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht zu verlieren, braucht es dringend ein Erfolgserlebnis.

Telegramm

Lausanne UC – TSV Jona Volleyball 3:1 (30:28, 25:20, 23:25, 25:21)

Centre Sportif Dorigny – 230 Zuschauer – SR: Sieber/Perdrizat.
Spieldauer: 105 Minuten.

Jona: Blaser (Libero); Habr, Menner, Caviezel, Birchler, J. Maag, Voleanschii; Finschi, Bolli, Conconi, Beeler, Margot, Barbosa.

Lausanne: Ineichen (Libero); Ulrich, Montavon, Ronkainen, Escher, Hudzik, Ramirez; Cardillo, Prevel, Poffet, Sommer, Colomb, Heinzelmann.

Bemerkungen: Jona ohne Roth (beide verletzt)

Moritz Bolli, TSV Jona Volleyball

Diagonalangreifer Mihai Voleanschii (29) ist letzte Woche in Jona eingetroffen. Bild: TSV Jona Volleyball

Neu verpflichteter Diagonalangreifer bereits im Einsatz

Der TSV Jona Volleyball hat mit Mihai Voleanschii einen neuen Diagonalangreifer verpflichtet. Der moldawisch-ungarische Doppelbürger ist letzte Woche in Jona eingetroffen und stand am Samstag in Lausanne ein erstes Mal im Einsatz für die Joner.

Mihai soll auf der Diagonalangreiferposition den verletzten Yves Roth ersetzten und mit seiner Erfahrung dem Team helfen, an Stabilität zu gewinnen. Der 29-jährige und 2.03 Meter grosse Mihai hat schon bei verschiedenen Teams in Moldawien, Rumänien, Frankreich und Israel gespielt. Der TSV Jona ist sein erstes Engagement in der Schweiz.

TSV Jona Volleyball

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