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Sport
08.11.2021
08.11.2021 17:04 Uhr

Joner Volleyballer enttäuschen erneut

Die NLA-Volleyballer des TSV Jona zeigen auswärts in Luzern einige Schwächen und verlieren in drei Sätzen.
Die NLA-Volleyballer des TSV Jona zeigen auswärts in Luzern einige Schwächen und verlieren in drei Sätzen. Bild: TSV Jona Volleyball
Mit einem kraftlosen Auftritt in Luzern verlieren die Volleyballer des TSV Jona bereits das vierte Spiel in Folge. Die Niederlage gegen den Tabellenletzten aus Luzern war verdient.

Hängende Köpfe nach dem Schlusspfiff in der Bahnhofhalle Luzern. Mit einem Smash ins Out hatte Jona gerade eben den Luzernern den Matchball geschenkt. Es war bezeichnenderweise wieder ein Eigenfehler eines Jona-Akteurs gewesen.

Dabei schien die Ausgangslage vor dem Spiel so gut für den TSV Jona. Der Tabellenletzte Volley Luzern hatte in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen. Hinzu kommt, dass gleich mehrere Spieler der Innerschweizer verletzt sind oder von einer Verletzung zurückkommen.

«Wir wissen nicht, wie sie sich aufstellen werden», so Jona-Trainer Dalibor Polak vor dem Spiel. «Aber so oder so müssen wir uns auf unsere Stärken konzentrieren.»

Ungenauigkeiten bei der Serviceannahme

Doch von Stärken war an diesem Abend bei den Jonern nichts zu sehen. Die Gäste verschenkten den ersten Satz schon in der Anfangsphase.

Die Serviceannahme, der so wichtige erste Ballkontakt, geriet häufig zu ungenau. So konnte Zuspieler Filip Habr seine Angreifer nur mit hohen Bällen anspielen, was dem stabilen Luzerner Block in die Karten spielte. Die Anzeigetafel zeigte nach rund zehn Minuten ein ernüchterndes 14:4 für die Gastgeber an.

Polaks Versuch, mit Spielerwechsel Einfluss auf das Spiel zu nehmen zeigte keine Wirkung, kein Jona-Spieler war in der Lage zuverlässig Punkte zu liefern. Eine herbe 25:12-Satzniederlage war die gerechte Quittung dafür.

Kleine Leistungssteigerung und kurzes Aufbegehren

Der TSV Jona war auch im zweiten Satz nicht in der Lage, das Spieldiktat in die Hand zu nehmen. Immerhin liess man die Luzerner nicht mehr einfach so gewähren, lag aber weiterhin meist im Rückstand.

Eine kleine Leistungssteigerung war am Block und am Service auszumachen. Aber das grösste Sorgenkind blieb die Serviceannahme uns damit auch indirekt der Angriff.

Dass Luzern eigentlich eine schlagbare Mannschaft ist, offenbarte sich gegen Ende des zweiten Durchgangs. Obwohl sie mit 20:16 in Führung lagen, gelang Jona der Ausgleich zum 20:20. Es sollte aber nur ein kurzes Aufbegehren des TSV sein, drei weitere Eigenfehler in Annahme und Angriff ebneten den Gästen den Weg zum 25:23 und somit zur 2:0 Satzführung.

Trotz Zuversicht keine Wende im dritten Durchgang

Immerhin konnte Jona im dritten Satz das erste Mal in Führung gehen. Zwei Punkte mit dem Aufschlag von Topskorer Toni Menner brachten etwas Zuversicht auf die Seite der Joner.

Beim Stand von 12:12 hatte Luzern aber bereits wieder ausgeglichen und zog in der Folge noch weiter davon. Jona verpasste es, zum Satzende gegen ebenfalls nicht auf Top-Niveau agierende Luzerner eine Wende im Spiel zu erzwingen. Die Gastgeber sicherten sich auch den letzten Satz mit 25:22.

Beim TSV Jona passte heute einfach nichts zusammen

«Bei uns hat heute einfach nichts zusammengepasst», so Filip Habr, Kapitän der Joner nach dem Spiel. «Wir haben nun zwei Wochen bis zum nächsten Spiel. Diese Zeit müssen wir nutzen, um unser Selbstvertrauen wieder zu finden.»

Telegramm

Concordia Volley Luzern – TSV Jona Volleyball 3:0 (25:12, 25:23, 25:22)

Bahnhofhalle – 280 Zuschauer. - SR: Auricht/Bastante.
Spieldauer: 72 Minuten.

Jona: Blaser (Libero); Habr, Menner, Caviezel, J. Maag, Birchler, Margot; Finschi, Barbosa, Conconi, S. Maag, Roth, L. Beeler, Bolli.

Luzern: Gautschi (Libero); Harksen, Köpfli, Müller, Porkka, Mejia, Buivids; Wigger, Schmid, Moser, Broch, Osoko.

Moritz Bolli, TSV Jona Volleyball