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Eishockey
26.04.2021
26.04.2021 07:05 Uhr

EV Zug (noch) zu stark für die SCRJ Lakers

Die SCRJ Lakers mit Melvin Nyffeler mussten sich Sonntag Abend gegen den EV Zug geschlagen geben. Bild: Thomas Oswald
Die SCRJ Lakers verlieren am Sonntag Abend das erste Playoff-Halbfinalspiel auswärts in Zug klar und deutlich mit 6:1.

Vier Tage nach dem entscheidenden Sieg in Lugano durften die SCRJ Lakers am Sonntag auswärts in Zug in die Playoff-Halbfinals starten. Die Motivation war riesig, weiterhin Überdurchschnittliches zu leisten - und die SCRJ-Fans zeigten heute Nachmittag einmal mehr, wie sehr sie hinter der Mannschaft stehen. Zirka 1000 Anhänger versammelten sich auf dem Seedamm, um dem vorbei fahrenden Mannschaftscar zuzujubeln und einen zusätzlichen Motivationsschub mitzugeben.

 

  • Etwa 1000 SCRJ-Fans jubelten der Mannschaft auf dem Seedamm zu. Bild: Sonja Hitz
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  • Auch die jüngsten Fans waren mit von der Partie. Bild: Sonja Hitz
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Gleich von Beginn weg war aber klar: der EV Zug wird ein deutlich härterer Brocken als es der HC Lugano war. Nicht nur, dass auch die Innerschweizer deutlich mehr vom Spiel hatten, sie waren vor allem auch effizient. 

Drei Gegentore innerhalb von 5 Minuten

Die Gastgeber zeigten von Anfang an, welches Saisonziel sie anpeilen. Sie erspielten sich Chancen um Chancen, die SCRJ-Verteidigung hatte teilweise Mühe, dagegen zu halten. In der 8. Spielminute musste sich Melvin Nyffeler ein erstes Mal geschlagen geben. Yannick Zehnder erzielte das 1:0 für den EV Zug.

Es dauerte nicht lange, da jubelten die Zuger schon wieder. 89 Sekunden später traf Justin Abdelkader zum 2:0 - und in der 12. Minute konnte Lino Martschini sogar auf 3:0 erhöhen.

Was für ein Blitzstart! So hatten es sich die SCRJ Lakers nicht vorgestellt. Headcoach Jeff Tomlinson nahm daraufhin sein Timeout, in der Hoffnung, in diesem Spiel noch was bewirken zu können. 

Trotz SCRJ-Treffer - Freude von kurzer Dauer

Kurz nach Spielhälfte (31. Minute) keimte kurz Hoffnung auf bei den SCRJ Lakers. Kevin Clark erzielte auf Zuspiel von Roman Cervenka das 1:3. Da müsste doch was möglich sein! Doch keine vier Minuten später war der Puck schon wieder im Rappi-Tor - und das sogar zweimal! Dank dem Doppelschlag von Karl Klingberg und 23 Sekunden später Jan Kovar erhöhten die Zuger die Führung auf 5:1 (35. Spielminute). 

Mit dem Torhüterwechsel (Noël Bader kam für Melvin Nyffeler) versuchte das Trainergespann, nochmals ein Zeichen zu setzen. Gleichzeitig schaltete der EV Zug aber auch einen Gang zurück und verschonte die SCRJ Lakers von einer noch höheren Niederlage.

Der sechste Treffer für den EV Zug durch Justin Abdelkader sechseinhalb Minuten vor Schluss musste man trotzdem zur Kenntnis nehmen. Somit wurde auch der eingewechselte Noël Bader doch noch bezwungen.

Zweite Chance übermorgen Dienstag beim Heimspiel

Es war keineswegs so, dass die SCRJ Lakers gar keine Chancen hätten. Aber im Gegensatz zu den letzten Partien gegen Lugano konnten diese Chancen heute (noch) nicht verwertet werden. 

Schon am nächsten Dienstag, 27. April, findet das zweite Halbfinalspiel statt. Dieses Mal treten die SCRJ Lakers mit dem Heimvorteil an. Ob sie trotz Aussenseiterrolle erneut eine Möglichkeit finden, den Gegner zu überraschen und bestenfalls zu bezwingen? Spielbeginn ist um 20 Uhr.

 

Telegramm:

EV Zug - SCRJ Lakers

Bossard Arena, Zug
Schiedsrichter: Mark Lemelin (14), Anssi Salonen (2); Marc-Henri Progin (90), Zach Steenstra (12)
Tore: 07:27 Zehnder (Klingberg, Alatalo) 1:0; 08:56 Abdelkader (Martschini, Shore) 2:0; 11:36 Martschini (Shore, Stadler) 3:0; 30:54 Clark (Cervenka, Egli) 3:1; 34:23 Klingberg (Geisser) 4:1; 34:46 Kovar (Diaz) 5:1; 53:34 Abdelkader (Martschini, Shore) 6:1
Strafen: 2x2 Minuten gegen EV Zug; 5x2 Minuten gegen SCRJ Lakers.

EV Zug: Genoni (Hollenstein); Geisser, Diaz; Alatalo, Cadonau; Stadler, Schlumpf; Zgraggen; Zehnder, Albrecht, Klingberg; Hofmann, Kovar, Simion; Abdelkader, Shore, Martschini; Bachofner, Senteler, Leuenberger; Langenegger

SCRJ Lakers: Nyffeler (Bader); Jelovac, Vukovic; Profico, Egli; Maier, Sataric; Dufner, Randegger; Eggenberger, Rowe, Lehmann; Schweri, Cervenka, Clark; Loosli, Wick, Moses; Forrer, Ness, Wetter

Sonja Hitz, SCRJ-Korrespondentin Linth24