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Uznach
18.04.2021
18.04.2021 18:02 Uhr

CVP Uznach will weitere flankierende Massnahmen

Als zusätzliche flankierende Massnahme fordert die Uzner CVP ein Lastwagen-Fahrverbot im Städtli. Bild: zVg / Gemeinde Uznach
Die CVP begrüsst die Vorschläge des Uzner Gemeinderats zum Planungsstand der flankierenden Massnahmen zur Verbindungsstrasse A15-Gaster. Teils gehen die Vorschläge aber noch zu wenig weit.

Der Durchgangsverkehr im Städtli von derzeit gegen 17'000 Fahrzeugen pro Tag wird gemäss Berechnung der Fachplaner durch die vorgeschlagenen Massnahmen (Begegnungszone, Gestaltung Ortseingänge, Kaskadenmodell Tempo 30) um mehr als die Hälfte reduziert werden können.

Somit bleibt der innerörtliche (hauseigene) Verkehr übrig. Obwohl gemäss Fachplaner auch mit bis zu 8'000 Fahrzeugen pro Tag eine Begegnungszone möglich ist, kann diese Verkehrsmenge aus Sicht CVP Uznach und der Anwohner so nicht akzeptiert werden.

Lastwagen-Fahrverbot durch Städtli gefordert

Die Wirkung der vorgeschlagenen Gestaltungsmassnahmen dürften aber eine höhere Entlastung bewirken, als vom Fachplaner als theoretischer Durchgangsverkehr vorausberechnet. Die CVP Uznach erwartet weitere zusätzliche Massnahmen und Verkehrseinschränkungen, um auch den gemeindeeigenen Verkehr zu reduzieren. Sie fordert aber auf jeden Fall ein Fahrverbot für LKW (ausser beispielsweise Zulieferer).

Die flankierenden Massnahmen und das mit der Bevölkerung im Mitwirkungsprozess erarbeitete Betriebs- und Gestaltungskonzept wird in der Hauptsache begrüsst. Es muss festgestellt werden, dass die dringend notwendige Entlastung des Uzner Ortskerns (Städtli und Zentrum rund um den Bahnhof) vom Durchgangsverkehr nur durch eine Verlegung der Haupt- und Durchgangsstrasse aus dem Siedlungsgebiet möglich ist.

Durch die Vermeidung des Durchgangsverkehrs liegt es anschliessend in den Händen der Gemeinde, den hauseigenen Verkehr zu managen und so eine zukunftsgerichtete Entwicklung zuzulassen.
Die vor 20 Jahren von der Arbeitsgruppe Verkehr erarbeiteten Massnahmen auf dem bestehenden Strassennetz unter dem heutigen Strassenregime sind ausgeschöpft und blieben erfolglos. Im Gegenteil: Der Durchgangsverkehr hat, auch durch die Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung der umliegenden Gemeinden, weiter zugenommen.

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten ist mit weiterer Zunahme des Verkehrs zu rechnen. Das Mobilitätsverhalten für Arbeit, Einkauf, Freizeit und Erholung wird sich auch dank neuer Technologien kaum im Mass verändern, wie die Bevölkerungsentwicklung zunimmt.

Flankierende Massnahmen: Chance für die Aufwertung

Im Uzner Zentrum treffen sich heute in dichtem Siedlungsgebiet die Einfallsachsen von Nord-Süd und Ost-West. Diese Situation ist weder zeitgemäss noch zukunftsgerichtet. Die engen Platzverhältnisse, der heute bereits sehr hohe Durchgangsverkehrt beziehungsweise die Dominanz des motorisierten Verkehrs schmälern die Qualität des öffentlichen Raums sowie die Flanier- und Aufenthaltsqualität im Städtli stark.
Nur eine Verlegung der Hauptstrasse ermöglicht überhaupt Chancen einer gesunden und zukunftsgerichteten Entwicklung.

Zur Weiterentwicklung und Aufwertung der Gesamtgemeinde – aber insbesondere des Stadtzentrums und des Städtlis – müssen die betreffenden Strassenabschnitte in die Verantwortung der Gemeinde gelangen.
Nur so bekommt die Gemeinde den nötigen Handlungs- und Gestaltungsspielraum, um eine höhere Siedlungs- und Aufenthaltsqualität zu erreichen. Und nur so besteht überhaupt eine Chance, dem Städtli und dem Zentrum rund um das Bahnhofsgebiet wieder Wohn-, Lebens- und Aufenthaltscharakter einzuhauchen.

CVP Uznach