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Kultur
13.03.2021

Museum Amden: «Flow» – in der Leichtigkeit verwurzelt

Vorfreude auf die Ausstellung im Museum Amden. Chantal Hediger in ihrem Atelier in Schmerikon. Bild: zVg / Museum Amden
Vom 28. März bis 8. August 2021 stellt das Museum Amden Bilder der Schmerknerin Chantal Hediger aus. In ihren Werken legt die Künstlerin dem Publikum nahe, dem ganz eigenen «Flow» nachzuspüren.

Das Museum Amden lädt zur Ausstellung mit der Schmerkner Künstlerin Chantal Hediger ein. Vom 28. März bis 8. August 2021 erleben die Besucherinnen und Besucher Werke, die Tiefe und Kraft ausstrahlen und doch in Farbe und Form einen dynamisch-leichten Zauber einfangen.

«Ohne Netz und doppelten Boden»

Chantal Hedigers Bilder sind wie Tropfen und Fluss, wie Samen und Blüte. Der initiale Moment der Entstehung, der erste gesetzte Pinselstrich, zieht die Künstlerin mit sich mit. Acrylfarben finden sich auf der Leinwand, wachsen zu schimmernden Flächen zusammen, nehmen den Schwung der malenden Hand auf. Diese zeichnet Lebensmomente, Menschen und Naturelemente nach und fügt sie zu unwiderstehlichen Kompositionen.

«Selbstbegegnung» nennt die Künstlerin dieses lustvolle Tun. In ihrer aktuellen Schaffensphase verzichtet sie auf Skizzen und Konzepte und lässt Bild für Bild ihrer Intuition freien Lauf. Halt und Sicherheit findet sie im Malprozess selbst. Nur die Bildformate scheinen dabei Leitplanken zu setzen – oder doch nicht? Hediger jedenfalls findet gar im Reduzierten Freiheit. «Grossformatige Bilder entsprechen mir. Doch ich wollte für die Ausstellungsmöglichkeiten in Amden mit verschiedenen Bildformaten spielen», erzählt sie.

Entstanden sind nun neben den grossen «Eyecatchern» nicht minder sehenswerte kleinere Trouvaillen. Sie zeigen – vielleicht gerade sinnbildlich für die Grenzen, die uns die Pandemie setzt –, dass auch im limitierten Rahmen viel Raum für Inspiration und Schaffenskraft liegt.

Und so wird die Veränderung, das aktiv Sein, das Innehalten, das Betrachten und über das Bild Nachdenken für Chantal Hediger ein natürlicher Ablauf und eine Passion, die sie antreibt, immer wieder Neues auszuprobieren.

Chantal Hediger war und ist es wichtig, nicht in engen Vorstellungen und Normen zu verharren. Bild: zVg / Museum Amden

Aus den Normen ausbrechen

Heute wohnt die Kunstschaffende mit ihrem Mann in Schmerikon, arbeitet im eigenen Atelier an ihren Werken, begleitet andere Künstler auf ihrem Weg und ist als Kunst- und Maltherapeutin tätig.

Die Vita der 47-Jährigen zeigt aber, dass neben der Kunst, die heute den grössten Stellenwert hat, viele andere Stationen für sie prägend und formend waren. Durch ihre Mutter hat sie Wurzeln in Südafrika. Hediger selbst ist aber im Kanton Aargau aufgewachsen. Als junge Frau absolvierte sie eine Banklehre und war später erfolgreich als Model, Schauspielerin und Moderatorin.

Doch Chantal Hediger wollte im Leben nicht nur an der Oberfläche kratzen und sich treiben lassen, sondern in Emotionen eintauchen und sich durch die künstlerische Tätigkeit auch auf die Suche nach sich selbst begeben. Dabei spielten für die Autodidaktin weder Maltechniken noch bestimmte Stile oder Materialien eine übergeordnete Rolle. Im Gegenteil, ihr war und ist es wichtig, nicht in engen Vorstellungen und Normen zu verharren.

So möchte sie mit der Ausstellung in Amden auch den Betrachter und die Betrachterin einladen, ungezwungen der Neugierde, dem persönlichen Empfinden, ja dem ganz eigenen Flow nachzuspüren.

Detailaufnahme (l.) eines Werks. Die Autodidaktin ist zudem als Kunst- und Maltherapeutin tätig. Bild: zVg / Museum Amden

Keine Vernissage wegen Corona

Die Vernissage fällt aufgrund der Corona-Situation leider aus. Die Ausstellung ist offen vom 28.3. – 8.8.2021, jeweils am Mittwoch und Sonntag, 14.00 – 17.00 Uhr.

Chantal Hediger ist an folgenden Sonntagen anwesend: 28.3.2021, 6.6.2021, 8.8.2021.

Museum Amden
Dorfstrasse
8873 Amden
Website

Museum Amden (Bericht: Gabi Corvi)