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Immo & Bau
06.01.2021

Rapperswiler Citycenter kommt nicht vom Fleck

Die Baubrache des Citycenter Rapperswil könnte noch während Jahren weiter bestehen.
Die Baubrache des Citycenter Rapperswil könnte noch während Jahren weiter bestehen. Bild: Linth24 / Stefan Knobel
Im August 2020 war das Grossprojekt neu aufgelegt worden. Nun droht wegen verschiedener Einsprachen eine längere Baubrache. Der Optimismus bei Stadt und Bauherrschaft ist verflogen.

Für Rapperswil-Jona ist das Citycenter ein städtebaulich bedeutsames Vorhaben: Neben 5200 Quadratmetern Dienstleistungs-, Verkaufs- und Gewerbeflächen sind 110 Wohnungen sowie Begegnungszonen geplant.

Mit der erneuten Auflage im letzten Sommer hatten sich Bauherrschaft und Stadt neuen Schub fürs Projekt erhofft, doch nun drohen laut der Linth-Zeitung Verzögerungen.

Einsprachen auf vielen Ebenen

Für Gegenwind sorgen diverse Rekurse, die gegen die Neuauflage eingegangen sind.

Elf Einsprachen richten sich gegen den Überbauungsplan, zehn gegen das Hauptbauprojekt «Bloom» sowie sieben gegen das Teilprojekt der Saweka AG, wie ex-Bauchef Thomas Furrer in der Linth-Zeitung ausführt. Neben dem Grundkonzept würden auch viele Details kritisiert. Es gebe Einsprecher, die bereits bei der Erstauflage rekurriert hätten.

Furrer rechnet deshalb nicht mit raschen Fortschritten. Sollte der Rechtsweg durch alle Instanzen beschritten werden, dürfte sich eine mehrjährige Baubrache ergeben.

Investor offen für Verhandlungslösungen

Auch Fabian Villiger als Vertreter der Investoren und der Bauherrschaft befürchtet Verzögerungen. In der Linth-Zeitung signalisiert er Verhandlungsbereitschaft gegenüber Rekurrenten, erteilt grundlegenden Projektänderungen jedoch aus Glaubwürdigkeitsgründen eine Absage.

Villiger plante auf der Brache einen temporären Parkplatz, ein Teil davon wäre für «Pop-up-Nutzungen» frei geblieben. Allerdings sei auch hier noch ein Rekurs beim Kanton hängig; die Zwischennutzungen lassen also noch auf sich warten.

Auf dem teilweise angebrachten Sichtschutz wird das Hauptbauprojekt «Bloom» angekündigt. Bild: Linth24 / Stefan Knobel
Redaktion Linth24