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Rapperswil-Jona
23.10.2019
29.10.2019 06:00 Uhr

Offensive der «Avenida»-Gegner

In einem Brief an Geschäftsleute und Unternehmer nennt das neu gegründete «Bürgerforum Stadtraum NEIN» aus Rapperswil-Jona seine Argumente für die Abstimmung vom 17. November.

Sehr geehrte Geschäftsleute von Rapperswil-Jona,
Geschätzte Unternehmerinnen und Unternehmer

Das «Bürgerforum Stadtraum NEIN» setzt sich für ein NEIN an der Urnenabstimmung vom 17.November zur Abstimmungsvorlage Stadtraum Neue Jonastrasse – St. Gallerstrasse ein.

Gestartet haben das Bürgerforum mehrheitlich betroffene Anrainer des Projekts, dazu stehen wir. Weitere Unterstützer und Projektgegner aus der Bürgerschaft stossen derzeit dazu. Unser Ziel ist es, eine Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Rapperswil-Jona zu überzeugen, ein NEIN in die Urne zu legen.

Uns alle verbindet die gemeinsame Haltung, dass das vorgelegte Projekt in verschiedenster Hinsicht nicht überzeugt: Sehr teuer (Kosten/Nutzen?), am Problem vorbei (tägliche Staus), überrissen (fragwürdige Baumalleen, Strassenbreiten bis 22 Meter zu Lasten von 130 Anrainern), zur Unzeit (vor dem Tunnelentscheid), nicht eingebettet in eine verständliche Verkehrs-Gesamtstrategie, ökologisch fragwürdig, usw.

Kürzlich hat sich das Gewerbe Rapperswil-Jona mittels Vorstandsbeschluss für ein «JA» zu dieser Vorlage ausgesprochen. Eine Vernehmlassung bei den Mitgliedern, eine Pro-/Kontra-Diskussion oder eine Anhörung der Gegnerschaft ist vorher leider nicht erfolgt.

Wir gehen davon aus, dass die Meinungsbildung zu dieser Sache in der lokalen Wirtschaft erst richtig anläuft. Deshalb erlauben wir uns, Ihnen auf diesem Weg unsere Argumente zu unterbreiten. In der Hoffnung, dass wir möglichst viele von Ihnen überzeugen können, ein NEIN zu dieser Vorlage einzulegen.

Einer der Hauptgründe dabei ist gerade der Umstand, dass wir an der in Aussicht gestellten Verflüssigung des motorisierten Verkehrs zutiefst zweifeln. Im Gegenteil ist durch gesteuerte Fussgängerquerungen, Busbevorzugung, Haltestellen auf der Fahrbahn, Einfahrten von Stichstrassen, Verkürzung von Einspurstrecken usw. eher mit einer Zunahme der Behinderungen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) zu rechnen, was bestimmt nicht im Interesse der lokalen Wirtschaft ist. Auch unabhängig davon, dass wir uns mit unseren Fahrzeugen schon in absehbarer Zukunft elektrisch, mit Brennstoffzelle oder anderweitig schadstofffreier bewegen werden.

Weitere Informationen, Argumente und konstruktive Vorschläge finden Sie auf unserer Homepage: www.stadtraum-nein.ch.

Senden Sie uns ihre Meinung via E-Mail. Wir laden sie ein, Mitglied des «Bürgerforums Stadtraum NEIN» zu werden.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Freundliche Grüsse

Stellvertretend für das «Bürgerforum Stadtraum NEIN»
Marcel Gasser

OM, Bürgerforum Stadtraum Nein