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12.09.2019
17.05.2020 22:48 Uhr

Naturmedizin und Augenerkrankungen

Die Naturmedizinische Behandlung von Augenerkrankungen - die Augenakupunktur - wurde von Prof. John Boel aus Dänemark entwickelt.

Bei der Augenakupunktur handelt sich nicht um Chinesische Akupunktur (TCM), sondern um ein spezielles Mikrosystem. Es wird nicht ins Auge gestochen.

Das Setzen der Nadeln aktiviert augenblicklich einen Heilungsprozess, bei welchem Hormone und andere heilende Stoffe über den Blutkreislauf zu der gestörten Stelle gelangen.

Mit Augenakupunktur nach Prof. J. Boel können folgende ärztlich diagnostizierte Augenerkrankungen behandelt werden:

  • Makuladegeneration AMD (Altersblindheit)
  • Retina Pigmentosa
  • Verschiedene Netzhauterkrankungen
  • Augeninfarkt (Augentrombose)
  • Grüner Star (Glaukom)
  • Sehstörungen nach Unfällen oder Operationen
  • trockene oder tränende Augen
  • Netzhauterkrankung durch Diabetes (diabetische Retinopathie)
  • Virale Erkrankung der Augen (z.B. Herpes am Auge)
  • Kurzsichtigkeit bei Kindern bis zum 20. Lebensjahr

Durchführung

Das Vorgehen ist für alle Augenleiden gleich. Es wird während einer Woche an fünf aufeinanderfolgenden Tagen behandelt. Pro Tag werden die Patienten ZWEIMAL akupunktiert (je 30 Minuten). Der Abstand zwischen den beiden Akupunkturbehandlungen sollte mindestens eine Stunde betragen. Während dieser Woche kann man erkennen, wie gut der Patient auf die Akupunktur anspricht und ob es Sinn macht, die Behandlung weiter fortzuführen.

Wichtig

Bei den meisten degenerativen Augenerkrankungen ist es notwendig, die Behandlung regelmässig aufzufrischen (ca. 1 x pro Monat), damit das erreichte Resultat stabilisiert werden kann.

Bei Augenakupunktur nach Prof. Boel arbeiten wir, im Gegensatz zur Chinesischen Akupunktur (TCM), nicht über das Meridiansystem, sondern über das Nervensystem.

Die Wirkungsweise kann mit einer Schnittverletzung am Finger verglichen werden.  In Bruchteil von Sekunden registriert das Gehirn die Verletzung und bringt  durch Freisetzung von einer Menge von regulierenden Enzymen und Hormonen, wie Adrenalin und Cortison, sofort den Selbstheilungsprozess in Gang.

Nebenwirkungen

Es ist wichtig zu erwähnen, dass täglich tausende von Personen mit Augen-Akupunkturtechnik behandelt werden und bis zum heutigen Zeitpunkt keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt werden konnten.

Es gibt kaum eine Augenerkrankung, die nicht behandelt werden kann.

Augenleiden können nicht immer vollständig geheilt werden, sie können jedoch stark gelindert bzw. ihr Verlauf spürbar verlangsamt werden. Dies ist vor allem bei degenerativen Erkrankungen wie z.B. der Maculadegeneration (Altersblindheit) bereits ein grosser Erfolg. Oft kann die vorhandene Sehkraft nicht nur erhalten, sondern sogar verbessert werden. Lediglich Kurzsichtigkeit bzw. die Myopie und grauer Star im fortgeschrittenen Stadium sind nur eingeschränkt behandelbar.

Bei Patienten mit Makuladegeneration (AMD) und grauem Star wird wegen der geringen Erfolgsaussichten vielfach von einer Operation abgesehen. Hier empfiehlt es sich, die Makuladegeneration zunächst mit der Augenakupunktur zu behandeln, um eine Operation des Grauen Stars zu ermöglichen.

Eine wissenschaftliche Studie an der John Hopkins Universität in New York konnte sogar eine Verbesserung bei 50 % der behandelten Patienten feststellen. Die Verbesserungen äusserten sich entweder in verbesserter zentraler Sehkraft, verbessertes Gesichtsfeld, verbesserte Nachtsicht, oder verbesserte Farbwahrnehmung.

Die intensive Behandlung mit Akupunktur kann unterstützend mit Lutein 20-40 mg/Tag, Vitamin C 2000mg/Tg,  Vitamin E 400 I.E./Tg und Zink 80mg/Tg begleitet werden. Die Ernährung sollte aus viel frischem Obst und Gemüse bestehen. Der Tabakkonsum sollte eingeschränkt werden.

Luzia Pangratz, www.complimed.ch