Gesundheit
13.08.2019
15.08.2019 06:18 Uhr

Sonne und Vitamin D3

Was gibt es schöneres als die Sonne am See, in den Bergen oder am Meer zu geniessen? Wie schütze ich mich vor der Sonne, vor Hautkrebs? Welche Sonnencreme verwende ich?

Die warmen Strahlen sind eine Wohltat für die Haut, und das Licht hebt die Laune. Allerdings meldet sich auch gleich schnell das schlechte Gewissen: Achtung, UV-Strahlung, Hautkrebsgefahr! 

Doch gerade in jüngster Zeit fokussieren Fachleute auf die positiven Effekte des Sonnenlichts. Denn nicht nur zu viel, auch zu wenig UV-Strahlung gefährdet die Gesundheit.  

Die Strahlung der Sonne besteht aus UVA- und UVB-Strahlen. UVA-Strahlen bewirken, dass sich die Blutgefässe erweitern, sind aber im Übermass verantwortlich für die Hautalterung. Die UVB-Strahlen kurbeln unsere Vitamin D-Bildung in der Haut an. Das Vitamin ist eine Hormonvorstufe, verhindert Knochenaufweichung, wirkt Krebs- und Herzkreislauferkrankungen entgegen. Ein Übermass an UVB-Strahlen ergibt Sonnenbrand und fördert den Hautkrebs. 90% des Vitamin D wird über die Haut gebildet.  

Warum haben immer mehr Menschen Vitamin D Mangel? 

Unser Lebensstil ist verantwortlich für die hohe Anzahl an Menschen mit Vitamin D-Mangel. Er hält uns von der Sonne fern. Wir halten uns die meiste Zeit in Gebäuden und Fahrzeugen auf. Diejenigen die die Möglichkeit haben sich im Freien aufzuhalten, cremen sich dick mit Sonnenschutzmittel ein. Vor allem die Mütter cremen ihre Kinder besonders sorgfältig und wiederholt ein und verhindern dadurch, dass die Haut ein wichtiges Hormon produzieren kann. Durch das Eincremen werden 95% der UV-Strahlen blockiert. Wir haben so kaum noch eine Chance genügend Vitamin D zu produzieren und uns so vor verschiedenen Erkrankungen zu schützen. Sei es vor einer Grippe im Winter oder vor schwereren Erkrankungen.  

Wie komme ich zu Vitamin D? 

Vor allem in den Monaten April bis September haben wir die Möglichkeit Vitamin D zu produzieren. Ein Sonnenbad ohne Sonnencreme zwischen 11.00 Uhr und 15.00 Uhr, für 10 bis 15 Minuten reicht schon aus. Vor allem sollte die Sonneneinwirkung auf Arme und Beine sein (oder ganzer Körper). Kopf und Gesicht sollten mit einem Hut geschützt sein. Danach sollte 4 bis 6 Stunden nicht geduscht werden, damit sich Vitamin D bilden kann.  

Trotzdem Sonnenschutz ist wichtig 

In den Sommermonaten t sind die UV-Strahlen besonders intensiv. Daher gilt es sich zu schützen: 

  1. Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. 
  2. Bedecken Sie die Schultern insbesondere bei länger dauernden Outdoor-Aktivitäten. 
  3. Keine Sonnencreme mit zu hohem Lichtschutzfaktor benutzen. 
  4. Immer wieder Schatten aufsuchen. 
  5. Genug trinken, (mindestens 2 Liter). 
  6. Nach dem Aufenthalt im Freien die Haut gut pflegen. 

Welche Sonnencreme benutzen 

Sonnencremen mit hohen Lichtschutzfaktoren enthalten viele chemische Stoffe, die über die Haut in den Blutkreislauf gelangen. Diese können Allergien auslösen, den Hormonspiegel durcheinander bringen und krebsfördernd sein.  

Erkundigen Sie sich bei ihrem Naturheilpraktiker/in, ihrer Drogerie oder ihrer Apotheke nach einer Sonnencreme auf natürlicher Basis. 

Lucia Pangratz, www.complimed.ch