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Leserbrief
Rapperswil-Jona
04.08.2022

Klimaartikel: «Wer nicht hören will, muss fühlen»

Trotz fortschreitender Klimaerwärmung sehen zwei Leser nur wenig Bewegung in der städtischen Klimapolitik.
Trotz fortschreitender Klimaerwärmung sehen zwei Leser nur wenig Bewegung in der städtischen Klimapolitik. Bild: Pixabay: Tumisu / Stadt Rapperswil-Jona
Nach dem Bundesgerichtsentscheid zur Klimaartikel-Beschwerde ergeben sich für Leserin Betty Beer und Leser Beat Schuler drei Fragen, drei Antworten und drei Erkenntnisse zu Rapperswil-Jonas Klimapolitik.

Drei Fragen – drei Antworten – drei Erkenntnisse

  1. Der Bundesgerichtsentscheid ändert nichts an der Klimapolitik der Stadt Rapperswil-Jona, so die Antwort des Stadtpräsidenten. Ja klar! Etwas, was bisher gar nicht stattgefunden hat, kann logischerweise gar nicht geändert werden. Der Entscheid der Bürgerversammlung war 2040 klimaneutral. Die berechtigten Beschwerden von Pablo Blöchlinger und Hanspeter Raetzo wurden aus formaljuristischen Gründen abgelehnt, auf den Inhalt wurde gar nicht eingegangen. Welch ein Rechtsstaat!?!
  2. Die lokale Klimapolitik der Stadt Rapperswil-Jona bewegt sich. Die Stadträte haben das Thema dank der Hitze als Folge des Klimawandels gespürt und zwei Motionen behandelt. Dazu wurde der Fachangestellte Klima laut Stöckling auch wahrgenommen, immerhin etwas.
  3. Ob 2040 oder 2050, immerhin könnte die Stadt etwas bewegen. Die Gemeindeordnung wird mit dem Klimaartikel ergänzt, obwohl dies der Bund ohnehin anstrebt. Fazit: Die Gemeindeordnung wird etwas bewegt.

Der Klimaerwärmung ist es schnuppe, ob wir loslegen, uns bewegen oder nicht. Sie wird sich sicher nicht in eine angenehme Richtung entwickeln. Darum gilt auch hier: «Wer nicht hören will, muss fühlen».

Betty Beer und Beat Schuler, Jona