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03.11.2021
03.11.2021 21:19 Uhr

Der Uetliburg-Wolf kommt aus Graubünden

Der Wolf vom Uetliburg heisst M182 und hat eine lange Reise hinter sich. (Symbolbild)
Der Wolf vom Uetliburg heisst M182 und hat eine lange Reise hinter sich. (Symbolbild) Bild: pixabay
Eine DNA-Probe entlarvte den weitgereisten Jäger: M182, ein Wolf aus dem Bündnerland, ist der Unruhestifter, der in Uetliburg einen Schafbock riss. Abgeschossen werden darf er momentan noch nicht.

Anfangs September wurde in Uetliburg ein Wolf gesichtet, der keine Scheu zeigte – und riss in einer Nacht nur 400 Meter vom Siedlungsgebiet entfernt einen Schafsbock. Eine dort entnommene DNA-Probe entlarvte nun das Raubtier: Es war M182, ein Problemwolf aus Graubünden, welcher weit gereist ist: Er konnte seit diesem Frühjahr im Landwassertal, im Engadin, im Prättigau und nun am Ricken nachgewiesen werden. Der Einzelgänger wird von den Bündnern als «besonders auffällig» bezeichnet. Es handle sich um ein männliches, vermutlich ein- bis zweijähriges Tier, meint Arno Puorger vom dortigen kantonalen Amt für Jagd und Fischerei gegenüber der Linth-Zeitung: Auf der Alp Fason im Prättigau riss M182 innert weniger Tage im Juli ganze elf Schafe, obwohl diese durch zwei Herdenhunde geschützt waren.

Steckt M182 hinter allen Angriffen?

Nicht mal zwei Monate später, anfangs September, erfolgte dann der Schafsbock-Riss in Uetliburg – per Luftlinie gut 70 Kilometer entfernt von der Alp Fason. Per DNA-Probe wurde M182 als Täter entlarvt. Ob er auch für den Riss an der gleichen Stelle drei Wochen später verantwortlich war, ist noch unklar. Ebenfalls beim Riss Mitte Oktober, bei welchem gemäss Linth-Zeitung drei durch einen Elektrozaun geschützte Schafe einem Wolf zum Opfer fielen und neuen weitere verletzt wurden, herrscht aktuell noch Unklarheit, ob M182 dahintersteckt. 

Eine DNA-Analyse, mit welcher der Täter schlussendlich überführt werden kann, kann bis zu acht Wochen dauern. Deshalb seien die Voraussetzungen für eine Abschussverfügung momentan noch nicht erfüllt, erklärt ANJF-Leiter Dominik Thiel.

Linda Barberi, Linth24