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Kultur
14.05.2021

GV Kunstverein Oberer Zürichsee: Inspiration & Widerstand

Kuratorin Hedi K. Ernst erklärte ihren Zuhörern die Vielfalt von Martin Arnold Rohrs Bildern und Skulpturen.
Kuratorin Hedi K. Ernst erklärte ihren Zuhörern die Vielfalt von Martin Arnold Rohrs Bildern und Skulpturen. Bild: marsy word’n’pic
Die 13. Mitgliederversammlung des Kunstvereins Oberer Zürichsee wurde mit Führungen durch die Ausstellung von Martin Arnold Rohr in der Alten Fabrik in Rapperswil umrahmt.

Viele Generalversammlungen wurden seit Beginn der Pandemie rein elektronisch abgehandelt und so war es dem Vorstand des Kunstvereins Oberer Zürichsee ein grosses Anliegen, die 13. Mitgliederversammlung, wenn auch nur mit 40 erlaubten Mitgliedern und so ganz ohne den gewohnten Apéro, sehr real stattfinden zu lassen. Damit aber alle Mitglieder zu ihrem Recht kamen, wurden im Vorfeld die Abstimmungspunkte auch elektronisch versandt und entgegengenommen.

«Inspiration und Widerstand»

Umrahmt wurde die Versammlung mit zwei Führungen durch die eindrucksvolle Ausstellung «Inspiration und Widerstand» von Martin Arnold Rohr in der Alten Fabrik Rapperswil. Kuratorin Hedi K. Ernst entführte die interessierten Mitglieder in eine kunstgeprägte Welt, die 25 Jahre kreatives Schaffen widerspiegelt. Rund 150 Werke aus verschiedenen Perioden, viele davon in den Farben schwarz und weiss, zeigen die unglaubliche Vielfalt des Künstlers. Grossformatige Werke wie «Tanz ins Licht», die von der schieren Grösse verbunden mit der Exaktheit der Details leben, wechseln sich mit kleinformatigen Werken ab. Miniaturschachteln, ehemals Behältnisse von «Familiendrogen» wie Enzian etc. aus der Drogerie, bekamen aus Künstlerhand ein neues Innenleben, dessen Entdecken spannend und lohnend ist.

Eine überschäumende Dynamik

Grössere Skulpturen, aus alten bekannten Objekten neu zusammengestellt, erzählen sehr humorvolle Geschichten. Die Werke faszinieren durch ihre Unterschiedlichkeit, eine überschäumende Dynamik, dann wieder in sich ruhende Objekte und ziehen den Betrachter durchweg in ihren Bann. Assoziationen entstehen bei jedem anders, so Ernst, je nach dem, was er in seinem Leben erfahren hätte. Und genau das macht das Eintauchen in Rohrs Werke so überaus spannend. Die sehenswerte Ausstellung ist noch bis 30. Mai offen.

  • Umrahmt wurde die Versammlung mit zwei Führungen durch die eindrucksvolle Ausstellung «Inspiration und Widerstand» von Martin Arnold Rohr in der Alten Fabrik Rapperswil. Bild: marsy word’n’pic
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  • Kuratorin Hedi K. Ernst erklärte ihren Zuhörern die Vielfalt von Martin Arnold Rohrs Bildern und Skulpturen. Bild: marsy word’n’pic
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  • Hedi K. Ernst entführte die interessierten Mitglieder in eine kunstgeprägte Welt, die 25 Jahre kreatives Schaffen widerspiegelt. Bild: marsy word’n’pic
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Traktanden & Dank

Präsidentin Cornelia Brändli begrüsste neben den Mitgliedern auch Christoph Steiner, den Geschäftsführer der gastgebenden Alten Fabrik sowie Ehrenpräsident Bruno Glaus. Zügig wurden die anstehenden Traktanden abgehandelt, Jahresbericht und -rechnung genehmigt und der Vorstand entlastet. Einzige Mutation war die Wahl von Ursula Grossfeld in den Vorstand, dem nach dem letztjährigen Rücktritt von Bruno Glaus ein Mitglied fehlte. Vizepräsident Alois Artho informierte über das Jahresprogramm 2021 mit einigen bereits verschobenen oder neu hinzu gekommenen Veranstaltungen. Auf der Vereinshomepage www.kunstverein-oz.ch sind die jeweiligen Änderungen jederzeit einsehbar.

Kurz vor Ende der Versammlung dankte Präsidentin Cornelia Brändli allen Mitgliedern, ihrem gesamten Vorstand, Hedi K. Ernst für die Führungen, Martin Arnold Rohr für die gelungene Ausstellung und Renate Ammann, die sich über acht Jahre die Berichterstattung der Veranstaltungen des Vereins mit der Medienbeauftragten Marie-Eve Hofmann teilte und diese Aufgabe mit Bravour erledigte. Ihre Nachfolgerin wird Antoinette Lüchinger sein.

  • Präsidentin Cornelia Brändli dankte dem Künstler Martin Arnold Rohr für die aussergewöhnliche Ausstellung und das Gastrecht. Bild: marsy word’n’pic
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  • Medienbeauftragte Marie-Eve Hofmann-Marsy dankte Renate Ammann (r.) für ihre langjährige Hilfe bei der Berichterstattung über den Kunstverein. Bild: marsy word’n’pic
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«kulturON»

Auf das Kulturprojekt «kulturON», wies Trudi Columberg hin. Für die Schwyzer Kulturschaffenden wurde dieses spezielles Online-Projekt als Ersatz für das Schwyzer Kulturwochenende angeboten. Bis Oktober werden eingereichte Werke zum Thema «dazwischen» auf der Website www.kultur-on.ch veröffentlicht. Aktuelle Informationen zum Verein unter www.kunstverein-oz.ch

Kunstverein Oberer Zürichsee