Gesundheit
04.07.2019
25.08.2019 12:30 Uhr

Schutz vor Zecken vor und nach dem Stich

Die Zecke – auch Holzbock genannt - ist in der Bevölkerung als blutsaugender Vampir bekannt und sorgt für grosse Verunsicherung.

«Uiii, Pfuii, eine Zecke!». Den Ausruf kennen viele. Aber soweit muss es nicht kommen und auch nach einem Zeckenbefall besteht kein Grund zur Panik. Mit richtigem Verhalten und entsprechenden Vorkehrungen, verliert das winzig kleine «Killermonster» an Gefahr.

Wenn die Zecke zusticht, bleibt es meistens für die Betroffenen unbemerkt. Je länger eine Zecke am Körper saugt, umso grösser ist die Gefahr, dass Krankheitserreger, vor allem Borrelien (Bakterium), in den eigenen Organismus gelangen.

Infektionsrisiko steigt mit der Saugzeit

Nach 6 bis 10 Stunden Saugzeit ist das Infektionsrisiko noch gering, nach 24 Stunden dagegen bereits auf gegen 30% angestiegen. Die Zecke sollte daher schnell entfernt werden.

Doch nicht jede Zecke ist infiziert. Laut verschiedenen Statistiken verläuft nur jeder Dritte Zeckenbiss infektiös. Viele Menschen sind in der Lage mittels körpereigenen Immunkräften eine Infektion zu überwinden.

Prophylaktischer Zeckenschutz

So können Sie einem Zeckenbiss vorbeugen

  1. Tragen Sie bei Aufenthalt in der Natur geschlossene und tendenziell helle Kleidung.
  2. An unbekleideten Stellen wenig Kokosöl auftragen
  3. Tägliche Einnahme einer Kapsel Schwarzkümmelöl (in der Drogerie erhältlich). Dies gilt auch für Haustiere.
  4. Für Personen, die schon wiederholt von Zecken gebissen wurden, empfehle ich das homöopathische Mittel Coccus cacti C30. Einnahme 5 Globuli in Wasser auflösen jeweils bei Beginn und Ende der «Zeckensaison».
  5. Sie stellen einen Zeckenbiss fest und möchten eine allfällige Infektion verhindern: Empfehlung Ledum C30 – 5 Globuli in Wasser aufgelöst. Während 14 Tagen täglich einnehmen.
  6. Stärkung der körpereigenen Abwehrkraft: Lärchenessenz 3x5 Tropfen täglich während der «Zeckenzeit»
  7. Nach dem Aufenthalt in der Natur kontrollieren Sie sich – und ihre Haustiere – bezüglich allfälliger Zeckenbisse.

FSME

Virale Infektion, Frühsommer Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute). Schulmedizinisch ist die Impfung die praktikable Methode, das Risiko zu minimieren. Zum Glück ist nur ein kleiner Teil der heimischen Zecken, (0.2% bis 0.5%), mit dem gefährlichen Virus belastet.

Gegen FSME gibt es Impfungen, zum Beispiel bei der Apotheke Stoffel in Rapperswil-Jona ohne Voranmeldung.

Borreliose

Bei den meisten Zeckenbiss-Infektionen handelt es sich um Borreliose-Bakterien. Impfung ist hier nicht möglich. Die ersten Zeichen für eine Infektion sind die typische Wanderröte an der Einstichstelle und grippeähnliche Symptome, (Schwitzen, Kopf- und Gliederschmerzen). Nach Wochen oder Monaten kann man von einer erneuten Infektion mit Symptomen überrascht werden. Wenn sich nach einem Zeckenbiss Wanderröte und grippeähnliche Symptome oder Gliederschmerzen einstellen, empfiehlt die Schulmedizin die Einnahme eines Breitbandantibiotikum während 2 bis 4 Wochen. Bitte unbedingt begleitend ein Probiotika einnehmen, um die Nebenwirkungen des Antibiotikums abzuschwächen.
Auch die Naturmedizin bietet Lösungen bei Borrelioseinfektion an. Diese sind individuell und komplex.

Für eine individuelle naturheilkundliche Behandlung einer Borreliose kontaktieren sie ihren Naturheilpraktiker/in. Er wird mit ihnen ein naturheilkundliches Konzept erarbeiten.

Lucia Pangratz, www.complimed.ch