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Rapperswil-Jona
06.07.2020
07.07.2020 08:50 Uhr

Stadt unterstützt Kampagne für Sicherheit am Wasser

Regina Lehner (l.), Präsidentin der SLRG Rapperswil-Jona, und Thomas Zahner, Sportverantwortlicher der Stadt, vor einem neuen Kampagnen-Schild.
Regina Lehner (l.), Präsidentin der SLRG Rapperswil-Jona, und Thomas Zahner, Sportverantwortlicher der Stadt, vor einem neuen Kampagnen-Schild. Bild: ZVG / SLRG Rapperswil-Jona
Rapperswil-Jona stellt sich auf den Bade-Sommer ein und beteiligt sich an einer Präventionskampagne der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft, um auf Baderegeln und Gefahren hinzuweisen.

Die Freizeit im, am und auf dem Wasser zu verbringen, hat in der Schweiz Tradition. Rapperswil-Jona bietet mit der Seepromenade sowie den Wiesen bei der HSR, in Busskirch und neben der Flussmündung im Stampf gemütliche Plätze, um den Zürichsee zu geniessen. Dies alles ausserhalb der geschützten Schilfgürtel.

Schwimmen im Hafen und in Hafeneinfahrten verboten

Es gibt auf dem Gemeindegebiet aber auch viele Bootsanlegeplätze und Hafeneinfahrten, was zu gefährlichen Konfliktsituationen mit Schwimmern führen kann.

Dieser Besonderheit trägt das Präventionsplakat Rechnung, welches durch die örtliche Sektion der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft SLRG in Zusammenarbeit mit der Stadt erstellt wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass das Schwimmen im Hafen und in Hafeneinfahrten verboten ist.

Zudem ruft es Schwimmer dazu auf, in offenen Gewässern leuchtende Badekappen zu tragen, um sich für Bootsführer besser sichtbar zu machen.

Sechs Baderegeln

Ein Hauptaugenmerk legt das Plakat und die ganze Präventionskampagne auf die sechs Baderegeln, für deren Verbreitung die SLRG sorgt. Werden diese sechs Regeln berücksichtigt, können viele Unfälle vermieden werden.

Vorsicht bei Kleinkindern und Selbstüberschätzung

Wichtig ist insbesondere, dass kleinere Kinder nicht unbeaufsichtigt am Wasser gelassen werden und Kleinkinder immer in Griffnähe bleiben. Denn leider genügt bei Kleinkindern eine Wassertiefe von 15cm, um zu ertrinken.

Es ist zudem ein Irrglaube, dass Ertrinkende, egal ob Kinder oder Erwachsene, um Hilfe schreien. Nein, ein Ertrinkungsunfall verläuft häufig lautlos und unbemerkt. Daher ist es wichtig, gut aufeinander acht zu geben.

Eines der drei Präventionsvideos der SLRG-Kampagne «Save your friends».

Die Ertrinkungsstatistik zeigt auf, dass die häufigste Ertrinkungsursache die Selbstüberschätzung ist, insbesondere im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum. Diese Problematik greift auch die SLRG-Kampagne «Save your friends» auf. In diesem Jahr wurde innerhalb dieser Kampagne ein Quiz lanciert, worin getestet wird, ob verschiedene Wasser-Situationen richtig eingeschätzt werden. Ein QR-Code auf dem Präventionsplakat führt direkt zur Homepage mit dem Selbsttest.

Plakate und Patrouillen zur Prävention

Ab sofort machen an verschiedenen freien Badeplätzen auf dem Gemeindegebiet von Rapperswil-Jona Plakate an mobilen Stellwänden auf die Präventionskampagne aufmerksam. Ab Mitte Juli wird zudem auf den städtischen Plakatstelen die Aktion beworben.

Ergänzt werden die Bestrebungen durch Präventions-Patrouillen der örtlichen SLRG. Diese werden während den Sommermonaten an verschiedenen Orten unterwegs sein, um auf Gefahrensituationen aufmerksam zu machen.

Die SLRG Sektion Rapperswil-Jona und die Stadt hoffen, einen Beitrag zu einem unfallfreien Sommer leisten zu können. Bleiben Sie achtsam und geniessen Sie die Zeit im und um den Zürichsee.

Mehr Informationen

SLRG Sektion Rapperswil-Jona: www.rettungsschwimmer.ch

Kampagne «Save your friends»: saveyourfriends.ch

PD, SLRG Rapperswil-Jona