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15.09.2022
15.09.2022 15:49 Uhr

Schädlingsbefall schränkt St.Galler Maisanbau ein

Der Maiswurzelbohrer verursacht bedeutende Schäden. Damit er sich nicht ausbreitet, ist der Maisanbau für ein Jahr auszusetzen.
Der Maiswurzelbohrer verursacht bedeutende Schäden. Damit er sich nicht ausbreitet, ist der Maisanbau für ein Jahr auszusetzen. Bild: zVg
Im Rheintal und im Fürstenland wurde in diesem Jahr der Maiswurzelbohrer entdeckt. Wegen seines grossen Schadenpotenzials muss neu auch im Fürstenland und im Linthgebiet der Maisanbau eingeschränkt werden.

Der Maiswurzelbohrer legt im Herbst seine Eier in bestehenden oder bereits abgeernteten Maisfeldern ab. Die Larven schlüpfen im nächsten Frühjahr/Frühsommer und machen ihren Reifungsfrass, indem sie die Wurzeln der Maispflanze fressen. Das verursacht bedeutende Schäden. Da die Larve auf Mais angewiesen ist, lässt sich der Käfer durch einen Anbauunterbruch von einem Jahr effizient bekämpfen.

Gemäss der Richtlinie des Bundes zur Verhinderung der Ausbreitung darf in einem Radius von zehn Kilometern um den befallenen Standort kein Mais auf Mais angebaut werden. Das Landwirtschaftsamt hat dazu heute eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

Einschränkungen in sieben Gemeinden des Linthgebiets

In folgenden Gemeinden ist es 2023 verboten, auf Flächen Mais anzupflanzen, auf denen bereits 2022 Mais angebaut wurde: Wil, Zuzwil, Uzwil, Oberuzwil, Jonschwil, Lütisburg, Rapperswil-Jona, Benken, Kaltbrunn, Schänis, Weesen, Pfäfers, Bad Ragaz, Vilters-Wangs, Sargans, Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach, Rebstein, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Berneck, Au und St.Margrethen.

Bei den folgenden Gemeinden betrifft das Verbot die Gebiete, welche im Zehn-Kilometer-Radius um die Befallsherde liegen: Niederhelfenschwil, Niederbüren, Oberbüren, Flawil, Degersheim, Neckertal, Bütschwil-Ganterschwil, Mosnang, Kirchberg, Eschenbach, Gommiswald, Mels, Rheineck und Thal. Die Grenzen erfolgen gemäss Planausschnitt unter Maiswurzelbohrer | sg.ch.

Die Verfügung kann unter www.publikationen.sg.ch eingesehen werden.

Staatskanzlei Kanton St.Gallen