Kanton
17.09.2019
18.09.2019 17:00 Uhr

Maisanbau im Linthgebiet eingeschränkt

Im nächsten Jahr darf im Linthgebiet und im Rheintal kein Mais auf denselben Feldern angebaut werden, auf denen aktuell Mais wächst. Dieses Verbot hat das Landwirtschaftsamt erlassen. Es will damit den aus den USA stammenden Schädling «Maiswurzelbohrer» bekämpfen.

Im Rahmen des Monitorings zur Überwachung von Schaderregern ist an drei Fallenstandorten im Rheintal dieses Jahr erstmals der Maiswurzelbohrer, ein aus Nordamerika stammender Schädling mit grossem Schadenpotential, aufgefunden worden. Nach Funden im Kanton Schwyz im August dieses Jahres ist nun auch der Kanton St.Gallen betroffen.

Der Maiswurzelbohrer ist ein aus Nordamerika stammender Schädling und verursacht dort bedeutende Schäden. Der Käfer legt im Herbst seine Eier in bestehende oder bereits abgeerntete Maisfelder ab. Die Larven schlüpfen im nächsten Frühjahr/Frühsommer und machen ihren Reifungsfrass, indem sie die Wurzeln der Maispflanze fressen. Dadurch, dass die Larve auf Mais angewiesen ist, lässt sich mit einer Fruchtfolge eine geeignete Bekämpfungsstrategie gegen den Käfer führen.

Allgemeinverfügung erlassen

Gemäss der Richtlinie des Bundes zur Verhinderung der Ausbreitung ist in einem Radius von 10 Kilometern um den Fallenstandort zwingend eine Fruchtfolge einzuhalten. Das Landwirtschaftsamt hat deshalb am 16. September 2019 eine Allgemeinverfügung erlassen.

Auf den ganzen Gemeindegebieten der Politischen Gemeinden Rapperswil-Jona, Schmerikon, Eschenbach, Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Lienz, Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach, Rebstein, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Berneck, Au und St.Margrethen ist es auf Flächen, auf denen im Jahr 2019 Mais angebaut wurde, verboten, im Jahr 2020 erneut Mais anzupflanzen.

Die Verfügung kann unter https://publikationen.sg.ch/ekab/00.006.441/publikation/ eingesehen werden.

Redaktionelle Korrektur (18.9.19 / 16:45 Uhr)

Die ursprüngliche Schlagzeile lautete «Maisanbau im nächsten Jahr verboten». Dies war nicht präszise, wie uns Dieter Weber vom Bauernhof «Obere Wanne» im basellandschaftlichen Liestal mitgeteilt hat. Richtig ist, dass auf denselben Feldern, auf denen aktuell Mais wächst, kein Mais im nächsten Jahr angebaut werden darf, aber auf anderen Feldern schon.

OM, Landwirtschaftsamt Kanton St.Gallen
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