Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Rapperswil-Jona
16.08.2022

Studienauftrag zur Lido-Areal-Entwicklung

Vier Teams aus den Bereichen Architektur/Städtebau und Landschaftsarchitektur befassen sich mit der Zukunft des Lido-Areals.
Vier Teams aus den Bereichen Architektur/Städtebau und Landschaftsarchitektur befassen sich mit der Zukunft des Lido-Areals. Bild: ZVG / Stadt Rapperswil-Jona
Der Stadtrat Rapperswil-Jona hat einen Studienauftrag über das Gesamtareal Lido vergeben. Gesucht sind Möglichkeiten für dessen künftige Entwicklung. Wichtige Basis dazu bildet die Sportstättenplanung.

Die Sportstättenplanung sieht vor, den Eis- und Wassersport auf dem Areal Lido zu konzentrieren und zu erweitern. Das Lido-Areal ist somit Standort von mehreren für die Stadt wichtigen Einrichtungen, namentlich dem Freibad mit Seezugang, einem neuen Hallenbad, dem Wassersportzentrum mit Erweiterungsmöglichkeiten sowie dem neuen Eisstadion mit Trainingshalle und Ausseneisfeld. Hinzu kommt ein multifunktional nutzbarer, befestigter, aber nicht versiegelter Platz. Der neue «Lido-Platz» soll unter anderem dem Circus Knie jährlich als Standort für den Tourneestart dienen.

In der weiteren Planung gilt es aber auch noch andere wichtige Vorhaben in unmittelbarer Umgebung wie beispielsweise die neue Berufsschule mit Erweiterungsmöglichkeiten für eine allfällige spätere Kantonsschule sowie die Energiezentrale für das Projekt «Seerose» der Energie Zürichsee Linth (EZL) zu berücksichtigen.

Studienauftrag «Areal Lido»

Die vielfältigen Nutzungsansprüche und damit verbundenen baulichen Entwicklungen sind komplex und müssen untereinander koordiniert werden. Zu diesem Zweck hat der Stadtrat einen Studienauftrag über das Gesamtareal Lido lanciert.

Am Studienauftragsverfahren nehmen insgesamt vier Teams aus den Bereichen Architektur/Städtebau und Landschaftsarchitektur teil. Die einzelnen Teams sind gefordert, im Rahmen des Studienauftrags verschiedene Möglichkeiten in Bezug auf die künftige Entwicklung des Gesamtareals und unter Berücksichtigung der notwendigen Etappierung aufzuzeigen. Die Ergebnisse werden mit dem Beurteilungsgremium anlässlich einer Zwischenbesprechung diskutiert und im Anschluss an die Schlusspräsentation bewertet.

Die Ergebnisse des Studienauftrags liegen voraussichtlich Ende Januar 2023 vor. Diese bilden die Grundlage für die Überarbeitung des Masterplans aus dem Jahr 2015. Parallel zur Erarbeitung des aktualisierten Masterplans werden die Fragen rund um die Mobilität und Energieversorgung aufgegriffen und in einem Mobilitäts- sowie einem Energiekonzept bearbeitet.

Schwimmbad Lido

Auf der Grundlage des bestehenden Masterplans aus dem Jahr 2015 wurden bis heute die Hafenanlage erneuert und ein neuer Seezugang erstellt. Auch das marode Ausseneisfeld südlich der Eishalle wurde zwischenzeitlich ersetzt. Das geplante Schwimmbadprojekt musste im Jahr 2020 kurz vor Baubeginn aufgrund sich abzeichnender Kostenüberschreitungen gestoppt werden.

In der Folge wurde abgeklärt, wie das Areal des heutigen Freibads Lido bis zur Realisierung eines neuen Schwimmbads genutzt werden kann. Im Rahmen einer E-Mitwirkung sprachen sich 86 Prozent der Teilnehmenden zugunsten der Variante Instandstellung des Freibads aus. Der Stadtrat unterbreitete der Bürgerschaft daraufhin an der Bürgerversammlung vom Dezember 2021 einen entsprechenden Projektierungskredit für einen weiteren Betrieb des Schwimmbades für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Überraschenderweise wurde dieser durch die Bürgerversammlung trotz überwiegend positiver Rückmeldungen im Rahmen der Mitwirkung abgelehnt.

Das Freibad Lido wird folglich nach der Badesaison 2022 definitiv geschlossen. Die Badi genügt in vielen wichtigen Bereichen wie Statik, Wassertechnik und Sicherheit nicht mehr den gültigen Normen, was mit entsprechenden Haftungsrisiken verbunden ist. Ohne umfassende Instandsetzungsarbeiten, sprich hohe Investitionen für die Badewassertechnik, Ersatzbauten und betriebliche Räume sowie eine Ersatzlösung für das Restaurant, ist ein Weiterbetrieb des heutigen Freibads Lido nicht möglich. Der Stadtrat erachtet es als prioritär, die Realisierung eines neuen Frei- und Hallenbads im Lido voranzutreiben.

Die Sportstättenplanung hat erneut gezeigt, dass ein Schwimmbad im Lido einem Bedürfnis der Bevölkerung entspricht. Ein entsprechendes Projekt soll auf der Grundlage der Sportstättenplanung sowie des Studienauftrags für das Gesamtareal Lido geplant und realisiert werden. Der Wettbewerb zum Neubau eines Frei- und Hallenbads Lido ist im Anschluss an den Studienauftrag im Jahr 2023 geplant.

Zwischennutzung Schwimmbad-Areal

Nach dem Rückbau des Schwimmbad-Gebäudes soll das Lido-Areal bis zum Baustart eines neuen Frei- und Hallenbads der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Geplant sind vielfältige Zwischennutzungen zur Belebung des Areals. Dabei sollen insbesondere private Initiativen und Ideen zur Umsetzung kommen. Der Stadtrat wird im Herbst über die Möglichkeiten informieren.

Stadtkanzlei Rapperswil-Jona