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Schmerikon
31.07.2022

Bestnote für Schmerkner Badewasser – keine Toxine

Beste Wasserqualität und weder Blaualgenblüten noch giftige Toxine im Obersee beim Schmerkner Pier 8716.
Beste Wasserqualität und weder Blaualgenblüten noch giftige Toxine im Obersee beim Schmerkner Pier 8716. Bild: Linth24
Eine kürzlich durchgeführte Analyse gibt dem Wasser an der Schmerkner Seeanlage beim Pier 8716 die Bestnote «Qualitätsklasse A». Weder Blaualgenblüten noch giftige Toxine seien nachweisbar.

Die letzte Begehung der kantonalen Fachstelle Gewässerqualität erfolgte am 14. Juli 2022. Der Wasserstand war im Vergleich zu den letzten Untersuchungen tiefer. Das Wasser war klar und es konnten keine Krötenhäute oder sonstiger Blaualgenbewuchs beobachtet werden.

Vereinzelt lagert am Strand pflanzliches Schnittmaterial und angeschwemmte Wasserpflanzen. In den Hafenanlagen entwickelt sich ein flächiger Unterwasserpflanzenbewuchs. Pfützen und Hinterwasser am Aabachdelta sind zurückgegangen und weisen vereinzelt Grünalgen auf.

Die Tychonema, die letztes Jahr als Toxin absondernd und mögliche Ursache für die Hunde-Todesfälle identifiziert wurde, konnte weder an den Unterwasserpflanzen noch im Sediment nachgewiesen werden.

Höchstnote vom Trinkwasser- und Badewasserinspektorat

Der Untersuchungsbericht des Trink- und Badewasserinspektorats einer Probenahme an der Seeanlage beim Pier 8716 vom 19. Juli 2022 attestiert dem Wasser die Bestnote Qualitätsklasse A. Blaualgenblüten und entsprechende Toxine sind nicht nachweisbar.

Gemäss den Begrifflichkeiten des Kantons gilt demnach die Phase «Präventiv». Dies bedeutet, dass die Politische Gemeinde an den neuralgischen Punkten entsprechende Hinweise anbringt.

Weitergehende Hinweise und Verhaltensregeln finden sich hier.

Rückblende: Im Sommer 2021 wuchs in Schmerikon ein grosser Blaualgenteppich und wurde zur Gefahr. (Archivbild) Bild: zvg

Hintergrund: Gehäufte Todesfälle von Hunden im Sommer 2021

Im Sommer 2021 starben in Schmerikon zahlreiche Hunde. Alle Vorkommnisse standen im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Flachwasser oder im Uferbereich beim Aabach-Delta oder an der Seeanlage. Es ist erhärtet, dass es sich um Vergiftungen durch ein Neurotoxin handelt. Im stehenden Wasser an der Mündung des Aabachs konnte ein für Blaualgen bekanntes Toxin nachgewiesen werden. Als Ursprung wurde die Blaualge des Typus Tychonema bourrellyi identifiziert.

Für Hunde besteht bei Vorhandensein dieser spezifischen Blaualge Lebensgefahr. Für Menschen, insbesondere Kleinkinder, kann eine gesundheitliche Gefährdung nicht ausgeschlossen werden.

Unabhängig der Gefährdungssituation erachtet die Politische Gemeinde den Erlass eines Hunde- und/oder Badeverbotes nicht als zweck- und verhältnismässig und beschränkt sich auf Hinweise und Warnungen. Der Mensch muss im Umgang mit Naturgefahren Eigenverantwortung entwickeln und kann diese nicht an eine Behörde delegieren.

Kommunale Informationsstelle Blaualgen, Schmerikon