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Schmerikon
08.04.2022

Blaualgen – wie geht es nun weiter?

Im Spätherbst wurden die Warnschilder entfernt – ob sie nun im Frühling wieder aufgestellt werden, ist noch unklar.
Im Spätherbst wurden die Warnschilder entfernt – ob sie nun im Frühling wieder aufgestellt werden, ist noch unklar. Bild: zVg
Im Herbst 2021 führten Toxine der Blaualge «Tychonema» in Schmerikon zum Tod mehrerer Hunde. Linth24 hat bei der Gemeinde Schmerikon nachgefragt, wie nun im Frühling der aktuelle Stand aussieht.

Im vergangenen Herbst breitete sich die giftige Blaualge entlang des gesamten Ufers des Zürcher Obersees aus und in der Gemeinde Schmerikon führte sie zum Tod mehrerer Hunde. Die Gemeinde reagierte schnell mit stetigem Prüfen des Wassers und mit einer Sensibilisierungskampagne, unter anderem in Form von Warnschildern. Letztere wurden dann im Spätherbst abmontiert, jedoch war weiterhin zur Vorsicht geboten.

Angesichts des Frühlings und den damit verbunden steigenden Temperaturen hat sich Linth24 bei der Gemeinde Schmerikon erkundet, wie der aktuelle Stand der Dinge bezüglich den Blaualgen aussieht.

Seit Spätherbst nicht mehr nachgewiesen

«Die kantonale Fachstelle zur Überwachung der Gewässerqualität hat seit letzten Herbst monatlich einen Augenschein vorgenommen und wird die Überwachung gegen den Sommer hin intensivieren», erklärt Gemeindepräsident Félix Brunschwiler und fährt fort: «Bis im Spätherbst war diese spezifische Blaualge «Tychonema» im Sediment nachweisbar. Seither konnte sie nicht mehr nachgewiesen werden.»

Sensibilisierungskampagne könnte wieder aufgenommen werden

Trotzdem sei sich der Gemeindepräsident bewusst, dass bei wärmeren Temperaturen eine erneute Ausbreitung der Blaualge nicht ausgeschlossen werden könne. «Sollte sie wieder auftreten, werden wir die Sensibilisierungskampagne mit Plakaten und Publikationen in den Medien in Abstimmung mit dem Kanton wieder aufnehmen», meint der Gemeindepräsident und erwähnt abschliessend: «Nach wie vor vertreten wir die Haltung, keine Badeverbote auszusprechen oder den Seezugang einzuschränken.»

Linda Barberi, Linth24