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Rapperswil-Jona
25.07.2022

Feldmusik Jona: Die letzten Kilometer in Holland

Die Feldmusik Jona motiviert die Vorbeimarschierenden bei ca. Kilometer 20 der letzten 40 Kilometer.
Die Feldmusik Jona motiviert die Vorbeimarschierenden bei ca. Kilometer 20 der letzten 40 Kilometer. Bild: Jürgen Lay
Und schon geht das Abenteuer Holland für die Feldmusik Jona vorbei. In ihrem dritten und letzten Bericht erzählen sie von den letzten Kilometern am Viertagemarsch.
  • Erlebnisbericht Feldmusik Jona

Nachdem wir am Donnerstagmorgen früh den Ausmarsch der Armeedelegationen musikalisch begleitet und alle etwas Schlaf nachgeholt haben, ging es am Freitagmorgen weiter. Ab sieben Uhr spielten wir im Hafen von Grave für die rund 40'000 Vorbeimarschierenden.

  • Dirigent Urs Bamert leitet die Marschierenden beim Klatschen an. Bild: Jürgen Lay
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  • Der Tambourenverein Elgg unterstützt die Marschierenden. Bild: Jürgen Lay
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Die letzten Kilometer

Anschliessend fuhr uns der Car weiter nach Nijmengen. Da warteten wir auf das Schweizer Marschbataillon um, zusammen mit dem Tambourenverein Elgg, die letzten sechs Kilometer bis zum Ziel mit Marschmusik zu umrahmen. Die vier Stunden, die wir bis dahin zu überbrücken hatten, verbrachten einige mit einem kleinen Mittagsschlaf auf einer Wiese, andere vertrieben sich die Zeit mit Jassen oder feuerten die Vorbeimarschierenden an.

Um halb vier ging es endlich los. Wir marschierten zusammen mit dem Schweizer Marschbataillon die Via Gladiola bis zum Ziel. Das war schweisstreibend und emotional eine sehr spezielle Erfahrung. Die rund 500'000 Zuschauer, welche auf den letzten Kilometer die Marschierenden anfeuerten, sorgten für eine unglaubliche Stimmung. Ein Volksfest auf zig Kilometern Länge, rund herum wird angefeuert, gelacht, Musik gemacht oder auch Blumen zugesteckt. Nach dem Zieleinlauf wurden die nun drei Tage marschierten Männer und Frauen geehrt und ein kleiner Apéro offeriert.

Eine intensive Woche geht zu Ende

Zurück in Bemmel verbrachten wir mit den Gastfamilien noch einen gemütlichen letzten Abend. Zum Abschluss gab es noch eine grosse Tombola mit vielen Preisen, die im Vorfeld von allen Teilnehmern gemeinsam zusammengestellt wurde.

Am Samstagmorgen wurde all das Gepäck, die Instrumente und die Musikuniformen in den Car geladen. Wir sagten «unseren» Holländern auf Wiedersehen. Manch einer/eine wäre gerne noch ein paar Tage geblieben um die Umgebung und die Gastfamilie besser kennen zu lernen. Es ging eine sehr intensive, mit Terminen vollgepackte und erlebnisreiche Woche zu Ende.

  • Der Schwyzerörgeliclub Jona unterstützt die Marschierenden. Bild: Jürgen Lay
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  • Etwa eine halbe Milion Zuschauer säumen die letzten Kilometer des Viertagemarsches. Bild: Jürgen Lay
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Ein grosses Dankeschön

Wir hoffen sehr, dass sich nächstes Jahr wieder ein Orchester findet, das den Vorbereitungsaufwand für die Woche genau so wenig scheut wie die Organisatoren der Feldmusik Jona, des Tambourenvereins Elgg und des Schwyzerörgeliclub Jona.

Ein grosses und herzliches Dankeschön an diese Frauen und Männer, die sich hier leise und mit viel Engagement über mehrere Jahre für die Vorbereitung und letztendlich die Durchführung investiert haben. Auch die Familien, die für 8 Tage fremde Menschen bei sich aufgenommen haben und diese eine Woche verköstigt und unterstützt haben, verdanken wir herzlich. Dieses Mass an Offenheit und Menschlichkeit zu erleben, dürfte vielen der Schweizer Teilnehmer speziell unvergesslich in Erinnerung bleiben. Ein letztes Dankeschön in diesen Zeilen geht an das Militär, das uns beispielsweise mit dem Bus und den zwei herausragenden Fahrern unterstützte.

  • Der via Gladiola entlang ist Volksfeststimmung. Bild: Jürgen Lay
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  • Der letzte Kilometer in Nijmegen ist mit Tribünen gesäumt. Bild: Jürgen Lay
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  • Nach dem Einmarsch des Schweizer Bataillons ein Ständchen zu Ehren der Marschierenden. Bild: Jürgen Lay
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Feldmusik Jona/ Katharina Stolz