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Rapperswil-Jona
22.07.2022

Feldmusik Jona: Fantastische Stimmung am Viertagemarsch

Die Feldmusik Jona und der Tambourenverein Elgg musizieren gemeinsam in der Kirche.
Die Feldmusik Jona und der Tambourenverein Elgg musizieren gemeinsam in der Kirche. Bild: Feldmusik Jona Jürgen Lay
Es sind eindrückliche Tage, welche die Delegation der Feldmusik Jona in Holland erleben darf. Vom Viertagemarsch gibt es viel zu berichten. Hier der Erlebnisbericht von Tag 4 – 6.

Nachdem wir uns in den letzten Tagen gut bei den Gastfamilien eingelebt haben, konnten wir uns mit der Teilnahme an der Eröffnungsparade ein Bild über die Ausmasse des Vierdaagse-Marsches machen.

Ausmarsch der Schweizer Teilnehmer um halb fünf Uhr morgens unter der Begleitung der Feldmusik Jona und des Tambourenvereins Elgg Bild: Feldmusik Jona Jürgen Lay

Rund 40'000 Marschierende legen an jedem der Marschtage jeweils eine Strecke von 30 bis 50 km zurück. Der erste Marschtag wurde zum ersten Mal in der 104-jährigen Geschichte aufgrund Temperaturen von 38 Grad im Schatten abgesagt. Unsere drei Vereine hatten also Zeit für eine zusätzliche Probe. Im Anschluss suchten wir via eines Ausfluges Zuflucht im kühlen Fort Pannerden. In dieser unterirdischen Festung tauchten wir nicht nur in die Geschiche ein, sondern wurden auch durch die Schwyzerörgeler bestens unterhalten. Im Anschluss wurden wir von den Organisatoren der Schweizer Woche Bemmel zu einem Grillabend eingeladen. Ob Dart, Pingpong oder gemütliches Beisammensein, in ihrem wunderschönen Garten war für jeden etwas dabei.

Urs Bamert dirigiert die Feldmusik Jona und den Tambourenverein Elgg Bild: Feldmusik Jona Jürgen Lay

Der Mittwoch stand im Zeichen unseres Galakonzertes. So fand am Morgen eine Probe in der Kirche von Haalderen statt. Vor dem grossen Auftritt spielten der Tambourenverein Elgg und der Schwyzerörgeliclub Jona im Militärcamp und die Feldmusik im Altersheim «De Gouden Appel» vor begeistertem Publikum. Das Programm des Galakonzertes umfasste traditionelle Marschmusik, lateinamerikanische Rhythmen und musikalische Mitbringsel aus der Schweiz. Der fulminante Abschluss bildeten der Radetzky-Marsch und der offizielle Vierdaagse-Marsch bei denen das Publikum inbrünstig mitgeklatscht und mitgesungen hat. Den gelungenen Abend liessen Musikanten und Gastfamilien bei einem gemütlichen Apéro ausklingen.

Die äussert kurze mögliche Schlafdauer von Mittwoch auf Donnerstag führte dazu, dass die einen sich für ein bis zwei Stunden ins Bett legten und andere gleich komplett auf Schlaf verzichteten. Dies, um den vorverschobenen Ausmarsch der Armeedelegationen ab vier Uhr morgens aus dem Camp musikalisch begleiten zu können. Am späteren Morgen gestalteten wir die Gedenkfeier der gefallenen Soldaten auf dem Kanadischen Soldatenfriedhof mit. Über tausend gefallene junge Männer wurden hier zwischen 1944 und 1945 begraben. Nach einer wohlverdienten Siesta bedankten wir uns bei den Gastfamilien für die einwöchige Aufnahme in ihrem Heim.

Für den einen und anderen wurde es eine kurze Nacht: Ausmarsch der Armeedelegationen ab vier Uhr morgens aus dem Camp wurde von der Feldmusik Jona begleitet. Bild: Feldmusik Jona Jürgen Lay

Wir freuen uns darauf am Freitag das Schweizer Marschbataillon auf ihren letzten Kilometern zum Ziel begleiten zu dürfen.

Feldmusik Jona/Jana Christen, Fabian Rüdisüli