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Uznach
07.07.2022
07.07.2022 11:58 Uhr

Neue Wohnform im Uzner Altersheim «Städtli»

Gemäss Machbarkeitsstudie liesse sich das Altersheim «Städtli» um ca. zwölf 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen mit Tagespflege erweitern.
Gemäss Machbarkeitsstudie liesse sich das Altersheim «Städtli» um ca. zwölf 2,5- und 3,5-Zimmer-Wohnungen mit Tagespflege erweitern. Bild: Werner Hofstetter, Linth24
Die Gemeinde Uznach präsentierte den neusten Stand der Alterspolitik. So könnten im Altersheim «Städtli» zwölf Wohnungen mit Tagespflege entstehen und Uznach ein regionales Zentrum für Altersfragen werden.

Der Gemeinderat Uznach hat an seiner Sitzung im März 2022 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben über eine Erweiterung des Altersheims «Städtli». Im Juni 2022 fand ein Ideenaustausch mit Gemeindepräsidenten im Linthgebiet sowie mit dem Spital Linth, Psychiatrie Süd, der Geschäftsstelle Gesundheit Linth und ambulanten Institutionen statt.

Der Gemeinderat Uznach bemüht sich immer wieder, die Bevölkerung zu informieren. Am Dienstagabend wurden die Bürger zu einem Informationsabend ins BGZ eingeladen. Die knappe Information konnte auch nicht für einen Massenauflauf sorgen.

Tiefgarage und Wohneinheiten mit Tagespflege im «Städtli»

Gemeindepräsident Diego Forrer, Gemeinderätin Isabelle Kuster und Martina Gebhardt von der Fachstelle «Dialog Alter» gaben Auskunft über den neusten Stand.

So wurde eine neue Wohnform im Altersheim «Städtli» vorgestellt. In einer Machbarkeitsstudie will der Gemeinderat wissen, was und wie das Altersheim erweitert werden kann. Dieser Auftrag wurde dem Architekturbüro Simon Rakeseder aus Amden übertragen. Er hat zwei Varianten ausgearbeitet: A) Aufstockung über die ganze Länge des bestehenden Baues. Aus baulichen Substanzen ist ein solcher Ausbau kaum möglich. Daher entschied sich der Rat für die Variante B. In verschiedenen Bildern wurde skizziert, dass das bestehende Hauptgebäude auf zwei Seiten erweitert werden könnte. Zudem wird eine Tiefgarage geplant mit Zufahrtmöglichkeiten für den Anlieferdienst und die Zufahrt für die Feuerwehr verbessert. Geplant werden ca. zwölf Wohneinheiten mit 2,5 und 3,5 Zimmern. Forrer wies aber schon darauf hin, dass die Mietwohnungen ihren Preis haben werden. Ehepaaren könnte man aber so eine Tagespflege anbieten.

Aus der Besuchermitte wurden noch mehr Details gewünscht. Da kam natürlich auch wieder die Frage auf über den Kauf, Betrieb und Ausbau des Pflegezentrums Linth. Darauf liess sich Diego Forrer nicht ein. Dem Gemeinderat geht es vorab darum zu wissen, was beim Altersheim Städtli möglich ist. Bei unbefriedigten Planvorlagen wird sicher der Ausbau des PZL zu einem späteren Zeitpunkt näher geprüft. Verschiedene Votanten äusserten Bedenken, dass der Ausbau des Altersheims immer noch nicht den Bedürfnissen entspreche, ein Flickwerk werde und das Angebot an Pflegeplätzen nicht vergrössert werde.

Etwas ganz Neues warf der Gemeindepräsident in die Runde mit der Umgestaltung der Liegenschaft Streuli. Auch hier könnte «Altersgerechtes Wohnen» geplant werden.

Uznach als regionales Alters- und Gesundheitszentrum

Martina Gebhardt stellte wiederholt die ambulanten Dienstleistungen vor, die noch weiter ausgebaut werden könnten. Neu wies sie auf den Nachtdienst der Spitex hin und die Vernetzung mit Spital Linth, mit der Palliativpflege. Doch alle die Zusatzdienste verschlingen sehr viel Geld. Uznach könnte zu einem regionalen Gesundheitszentrum werden. So würden alle Gesundheitsprobleme in einem Gesundheitszentrum in Uznach aus einer Hand angeboten werden.

Weitere Informationsanlässe über die Alterspolitik in Uznach und dem ganzen Linthgebiet finden am 27. und 28. Oktober 2022 statt.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24