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Uznach
06.04.2022

Gemeinsam «fürs Alter» in Uznach

Kantonsrätin Brigitte Pool (l.) führte durch den Abend, Roger Scherrer (Pro Senectute Zürichsee-Linth) und Christine Schnyder (Spitex Linth) präsentierten ihre Angebote.
Kantonsrätin Brigitte Pool (l.) führte durch den Abend, Roger Scherrer (Pro Senectute Zürichsee-Linth) und Christine Schnyder (Spitex Linth) präsentierten ihre Angebote. Bild: zVg
Ein überparteiliches Gremium lud zur öffentlichen Orientierungsversammlung zum Thema «Wohnen und Leben im Alter in Uznach» ein. Der Einladung folgten am letzten Dienstag über 120 Personen.

Per Flyer und Inserat hatten die SVP Uznach und die FDP Uznach am Dienstagabend zu einer Veranstaltung eingeladen, die das Wirkungsfeld der Spitex und der Pro Senectute vorstellte. Damit wollten die Gastgeber Fragestellungen rund um die aktuelle Alterspolitik aufgreifen und mit einer Auslegeordnung der Angebote der beiden regional verankerten Organisationen aufzeigen, welche Bedürfnisse mit den heute bereits vorhandenen Dienstleistungen in Uznach abgedeckt werden.

Viele Facetten präsentiert

Kantonsrätin Brigitte Pool moderierte den Anlass, Roger Scherrer, Leiter der Regionalstelle der Pro Senectute Zürichsee-Linth, und Christine Schnyder, Geschäftsleiterin der Spitex Linth, präsentierten die vielen Facetten der etablierten Non profit Organisationen in Wort und Bild. Dabei wurde deutlich: Hier ist ganz viel Erfahrung, Wissen und Knowhow vorhanden, welches die Grundversorger in Sachen Gesundheit und Soziales – insbesondere für die Belange älterer Menschen – mit grossem Engagement in der täglichen Arbeit umsetzen.

Kompetenz in Sachen Beratung und Unterstützung

Im Alter wartet Neues, Schönes, aber auch Sorgenvolles auf die Menschen. Unsicherheiten in Bezug auf Gesundheit, Selbständigkeit, finanzielle Absicherung, Wohnsituation und gesellschaftliche Teilhabe begleiten mitunter Betroffene und deren Angehörige. Hemmschwellen und Hürden, um Unterstützung nachzufragen, sind leider noch immer da. Der Abend in der Aula im Haslen brachte mit den fundierten Informationen Klarheit über die Möglichkeiten, die sich bei Pflegebedarf, Unterstützung im Haushalt, aber auch beim Ausfüllen der Steuererklärung oder dem Wunsch nach Freizeitgestaltung bieten.

«Einen ganzheitlichen Blick auf die individuelle Situation»

Roger Scherrer drückte es in Bezug auf die Sozialberatung der Pro Senectute passend aus: «Wir werfen einen ganzheitlichen Blick auf die individuelle Situation der Betroffenen und versuchen, eine längerfristige und nachhaltige Lösung zu finden». Ganz ähnlich zeigt sich das Bild bei der Spitex Linth, beispielsweise bei der Behandlungs- oder Grundpflege. «Auch hier», so Christine Schnyder, «wird zuerst eine umfassende Bedarfsabklärung von einer Pflegefachperson gemacht, um dann möglichst gezielt und effizient den Klienten oder die Klientin unterstützen zu können.»

Die Fachleute zeigten auf, dass gerade die Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit anderen Fachstellen, Behörden und Organisationen essenziell ist – und grundsätzlich reibungslos funktioniert.

Angeregte Diskussion

Brigitte Pool lud am Ende des Informationsteils zur offenen Diskussion im Plenum ein. Die Vielfalt an konkreten Fragestellungen war gross. Themen wie die Zunahme von Demenzkrankheiten, die Entlastung pflegender Angehöriger oder auch das Sozialzeitengagement kamen aufs Tapet. Silvia Rüegger, Beauftragte für Altersfragen in Uznach, führte in ihrem Votum allen nochmals vor Augen, dass die Frage nach dem Verbringen des Lebensabends in den eigenen vier Wänden einem spürbaren Bedürfnis entspricht, aber auch mit grossen Herausforderungen verbunden ist. Die demografische Entwicklung mit immer älter werdenden Menschen wird dieses Thema noch akzentuieren.

Das Ziehen am gleichen Strick

Die von den Parteien initiierte Orientierungsversammlung vom Dienstagabend half sicher mit, die Ist-Situation in Uznach zu beleuchten, damit eine zukunftsgerichtete Alterspolitik geschaffen werden kann, die breit abgestützt und bedürfnisorientiert ist. Das Ziehen am gleichen Strick tut in diesem wichtigen Thema Not, schliesslich haben alle Beteiligten das gleiche Ziel: das Wohl, die Würde und das Recht der älteren Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen ein zufriedenes Leben im Alter in Uznach zu ermöglichen.

pd