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Uznach
28.05.2022

Fuss- und Velowegkonzept im Uzner Westen geplant

Für die mit roten Sternen gekennzeichnete Strecke von der Eisenbahnstrasse bis zur neuen Migros soll ein Konzept Fuss- und Veloverkehr erarbeitet werden.
Für die mit roten Sternen gekennzeichnete Strecke von der Eisenbahnstrasse bis zur neuen Migros soll ein Konzept Fuss- und Veloverkehr erarbeitet werden. Bild: map.geo.admin.ch / LinthSicht / Linth24
Der Gemeinderat Uznach will für die Strecke zwischen der Eisenbahn- und der Wiesentalstrasse ein Konzept für den Fuss- und Veloverkehr erarbeiten lassen. Damit will er auf ein grosses Bedürfnis reagieren.

Die Politische Gemeinde Uznach befindet sich im Umbruch:

  • Im Industriegebiet Usserhirschland im Westen der Gemeinde planen mehrere Investoren die Ansiedlung grosser Industrie- resp. Gewerbebetriebe und Einkaufszentren.
  • Unmittelbar beim Bahnhof im Zentrum der Gemeinde möchte ein Traditionsbetrieb seine Produktion schliessen resp. verschieben und damit einigen Hundert Wohnungen Raum schaffen.
  • Das Einkaufszentrum Linth-Park sucht seit dem Verkauf von Vögele Shoes neue Nutzungen für die riesigen, aber leeren Logistikhallen. Gleichzeitig bietet die Remigihofwiese das Potenzial für Dutzende von Wohneinheiten.

Um die Erschliessung mit dem Motorisierten Individualverkehr (MIV) frühzeitig auf die sich teilweise konkurrierenden Planungen abstimmen zu können, hat der Gemeinderat 2019 ein Erschliessungskonzept für das Industriegebiet Usserhirschland erstellen lassen.

Es basiert auf der Fragestellung: Was muss bei der Nutzung sämtlicher freien Flächen maximal an Verkehrsanlagen gebaut werden, um die geplanten Nutzungen zu ermöglichen, und zwar auch dann, wenn die Regionale Verbindungsstrasse A15-Gaster (RVS) nicht gebaut wird und damit nicht die erhoffte Verkehrsentlastung bringt. Was aber ist mit dem Fuss- und Veloverkehr?

Masterplan: «Promenade» als Langsamverkehrsachse

Der Masterplan Fortschreibung 2019 hält an der Idee fest, die wichtigsten Versorgungseinrichtungen und Infrastrukturen – sprich das Spital Linth im Osten über den Bahnhof mit dem geplanten Einkaufszentrum der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) im Westen – miteinander zu verbinden.

Die «Promenade» bildet damit die Langsamverkehrsachse für den Fuss- und Veloverkehr nicht nur im Freizeit- und Erholungsraum, sondern auch für Pendler/innen von und zu den Arbeitsplatzgebieten. Sie soll durchgängig und lückenlos gestaltet sein. Der Masterplan geht dabei von einem kombinierten Geh- und Radweg aus.

Verkehrsberuhigung sowie sichere Fuss- und Radwege

Die Mitwirkung zum Richtplan sowie zu den Flankierenden Massnahmen (FlaMa) zur RVS haben das grosse Bedürfnis nach Verkehrsberuhigung und -sicherheit in den Quartieren und nach sicheren Fuss- und Radwegen aufgezeigt. In den Richtplan wurden entsprechende Ziele aufgenommen.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat entschieden, durch ein Fachbüro für die mit roten Sternen gekennzeichnete Strecke (siehe Titelbild) ein Konzept Fuss- und Veloverkehr erarbeiten zu lassen.

Das Konzept soll den Fuss- und Veloverkehr von der Eisenbahnstrasse bis zur neuen Migros führen und zwar:

  • möglichst sicher, direkt und durchgängig,
  • bevorzugt vor dem Motorisierten Individualverkehr,
  • mit möglichst einheitlicher Gestaltung der «Promenade» und
  • mit geeigneten Anknüpfungspunkten an die vorhandenen Points of Interest (z.B. Veloabstellplätze Bahnhof, Einkaufszentrum etc.).

Das Konzept hat der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Teilstrecke Eisenbahnstrasse Ost bis Remigihofstrasse West verkehrsberuhigte Wohnquartierstrassen bildet resp. bilden soll. Das Konzept darf den Quartiercharakter durchaus fördern.

Kombinierter Geh- und Radweg trotz E-Bike-Zunahme?

Der Gemeinderat ist gespannt, ob das Fachbüro als Folge der Zunahme von E-Bikes weiterhin am System kombinierter Geh- und Radweg von 3,5 m Breite festhält oder «bessere» Lösungen vorschlägt.

Zurzeit läuft die Offerteinladung. Mit Ergebnissen ist Ende Jahr zu rechnen.

Gemeinde Uznach / LinthSicht