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Leserbrief
Kanton
05.05.2022
05.05.2022 23:53 Uhr

«Filmgesetz ungerecht und konsumentenfeindlich»

Mihajlo Mrakic (r.), Präsident der Jungfreisinnigen See-Gaster, begründet, warum das Filmgesetz am 15. Mai abzulehnen ist.
Mihajlo Mrakic (r.), Präsident der Jungfreisinnigen See-Gaster, begründet, warum das Filmgesetz am 15. Mai abzulehnen ist. Bild: Unsplash: Marques Kaspbrak / Linth24
Aus Sicht des Schmerkner Jungfreisinnigen Mihajlo Mrakic ist das Filmgesetz auf die Bedürfnisse der Filmlobby statt der Konsumenten ausgerichtet. Ihnen drohe eine Mehrbelastung. Er sagt darum Nein.

«Am 15. Mai stimmen wir über das konsumentenfeindliche und unnötige Filmgesetz ab. Dieses sieht unter anderem vor, dass schweizerische und ausländische Streaming-Anbieter neu mindestens 4% ihres Umsatzes in das schweizerische Filmschaffen investieren.

Konkret würde diese Filmsteuer Kosten von ungefähr 30 Mio. pro Jahr verursachen. Über kurz oder lang führt dies dazu, dass wir Konsumentinnen und Konsumenten tiefer ins Portemonnaie greifen müssen, weil die zusätzlichen Kosten über die Abonnements auf uns abgewälzt werden. Der Filmförderung geht es aber gut: 120 Mio. Franken an Steuer- und Serafe-Geldern fliessen jährlich heute schon in die heimische Filmszene.

Ein drittes Mal für Schweizer Film zur Kasse gebeten werden?

Jetzt sollen wir ein drittes Mal für den Schweizer Film zur Kasse gebeten werden? Darüber hinaus auch für Produkte, die wir nicht konsumieren, da sie unsere Qualitätsanforderungen nicht erfüllen. So hohe Verpflichtungen kennt kaum ein anderes europäisches Land. Diese Mehrfachbelastung der Konsumentinnen und Konsumenten ist ein Sündenfall und muss abgelehnt werden.

Nicht unsere Bedürfnisse, sondern jene der Filmlobby stehen im Zentrum dieses ungerechten Gesetzes. Stimmen Sie am 15. Mai deshalb Nein zum Filmgesetz!»

Mihajlo Mrakic, Präsident Jungfreisinnige See-Gaster, Schmerikon