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Benken
30.04.2022
29.04.2022 21:35 Uhr

Kann uns Elektrosmog krank machen?

Pascal Rüegg informierte fundiert über das Thema und sprach über Ursachen, Auswirkungen und den Schutz vor unerwünschten Strahlen.
Pascal Rüegg informierte fundiert über das Thema und sprach über Ursachen, Auswirkungen und den Schutz vor unerwünschten Strahlen. Bild: zVg
Der Fraue Morge Benken durfte am letzten Mittwoch nach langer Pause wieder starten. Dieses Mal drehten sich die zwei Stunden mit Referent Pascal Rüegg im Benkner Rösslisaal um «Elektrosmog und Wasseradern».

Wir tragen den «Elektrosmog» in der Tasche und im Hosensack fast jederzeit mit uns mit – in Form des Handys.

Aber nicht nur die Mobiltelefone können uns im wahrsten Sinne des Wortes eine hochfrequente elektromagnetische Strahlung um die Ohren «hauen». Auch andere Geräte im Haushalt oder insbesondere auch das WLAN sorgen für den unerwünschten Elektrosmog, der strahlenempfindlichen Menschen den Schlaf oder allgemein die Energie raubt.

Elektrobiologe, Baubiologe und Geopathologe Pascal Rüegg aus Tuggen zeigte den Anwesenden auf, wie eine Messung von elektrostatischen, magnetostatischen und elektromagnetischen Feldern erfolgt.

Ausschalten, ausweichen, abschirmen

Ob man sie subjektiv wahrnehmen kann, oder nicht, der Mensch bewegt sich in einer Umwelt, in der auch elektrische und magnetische Felder vorkommen. Denn überall, wo Elektrizität erzeugt, transportiert und genutzt wird, entstehen solche Felder.

Pascal Rüegg kennt sich mit der Materie bestens aus und konnte am Fraue Morge Benken den Teilnehmenden viel Wissenswertes darüber berichten. Insbesondere zeigte er auf, wie er in Wohnräumen Messungen vornimmt, aber auch wie er der Elektrostatik nachgeht oder Wasseradern erkennt. Auch anhand einer Livemessung der Handy-Strahlungen im Rösslisaal machte er den Elektrosmog anschaulich sichtbar.

Das Erkennen einer Belastung, am besten noch bevor Symptome auftreten, ist die eine Sache, so der Experte. Strategien, den Elektrosmog in seinem Lebensumfeld zu minimieren, die andere. Hier konnte Rüegg ebenfalls Tipps geben. Am besten bedient ist man wohl mit den drei A’s. Dem Ausschalten von Geräten, wenn dies möglich ist; dem Ausweichen, sprich sich eventuell einen neuen Schlafplatz suchen, oder dem Abschirmen. Für das letzte Stichwort brachte er Beispiele mit: eine spezielle Wandfarbe, ein Vlies, ein abschirmender Baldachin oder entsprechende Vorhänge.

Rüegg sprach abschliessend auch von der psychosozialen Problematik, wenn ein Partner oder Familienmitglied elektrosensibel reagiert. Hier helfe Wissen, Offenheit, Verständnis und eine saubere Abklärung. Manchmal können auch schon kleine Veränderungen und die Berücksichtigung von individuellen Massnahmen helfen, dem Elektrosmog ein Schnippchen zu schlagen und so die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Gabi Corvi