Benken
07.11.2019
08.11.2019 17:44 Uhr

Geschwister haben gleichen Stallgeruch

Rahel Kellenberger
Der Fraue Morge Benken widmete sich dem Thema Geschwister zusammen mit Referentin Rahel Kellenberger.

Sie sind da, ob man will oder nicht. Mit ihnen teilt man seine eigene Geschichte, zumindest seine Kindheitsgeschichte, und sucht einen Platz im Familiengefüge. Die Rede ist von Geschwistern. Der Fraue Morge Benken widmete sich diesem Thema zusammen mit Referentin Rahel Kellenberger.

«Das Trainingsfeld in den Kindheitsjahren ist eine Werkstatt unseres Lebens», so Kellenberger. «Jedes Kind ist auf der Suche nach einer unbesetzten Nische in der Familie», ergänzte die lebendig erzählende Referentin. Während Älteste mit grossem Verantwortungsbewusstsein auftrumpfen würden, zeigten sich die Zweiten als unkomplizierte Wesen, die zu ihrer Gefühlswelt einen guten Zugang hätten. Drittgeborene sind sich Konkurrenz durch ältere Geschwister, aber auch Gemeinschaft gewöhnt und sind darum gute Diplomaten und Teamplayer. «Für die Jüngsten», so Kellenberger, «ist es nicht ganz einfach, ihre eigene Rolle zu finden. Sie zeigen sich aber als charmante Kommunikatoren, die sich später im beruflichen Netzwerk gut zurechtfinden werden.»

Eigene Perlen entdecken

Rollen, welche man als Kind einnimmt, wirken auch im Erwachsenalter – gerade was Berufswahl und Partnerschaften anbelangt. «Es wäre aber falsch, Verletzungen aus der Kindheit immer weiter mit sich herumzutragen. Man sollte sein Augenmerk auf seine Fähigkeiten richten und eigene Perlen und Spezialitäten entdecken», lud Kellenberger zum Abschluss ein.

 

Gabi Corvi