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Kultur
02.04.2022

«Natürlich abstrakt» im Museum Amden

Carmen Müller (jeweils links) und Sandra Raymann mit ihrem zweiteiligen Werk «Fallenbrugg».
Carmen Müller (jeweils links) und Sandra Raymann mit ihrem zweiteiligen Werk «Fallenbrugg». Bild: zVg
Die in Uznach aufgewachsenen Künstlerinnen Carmen Müller und Sandra Raymann stellen zwischen dem 10. April und dem 7. August 2022 im Museum Amden ihre sich gegenseitig ergänzenden Werke aus.

Vom 10.4. – 7.8.2022 wartet das Museum Amden mit einer spannenden Doppelausstellung auf. Sandra Raymann und Carmen Müller präsentieren ihre von der Natur inspirierten Acrylbilder. Werke voller Licht- und Farbenspiele, Harmonien und Kontraste treten in einen Dialog mit dem Betrachter.

Am Samstag, 9. April, um 17 Uhr, findet die Vernissage statt.

In Uznach aufgewachsen und gemeinsamer künstlerischer Weg

Carmen Müller und Sandra Raymann sind in Uznach aufgewachsen und kennen sich seit der Schulzeit. So hat sich der Faden, der die beiden 59-jährigen Frauen seit der Kindheit verbindet, nie getrennt.

Auch ihren künstlerischen Weg gingen Raymann und Müller seit den Anfängen vor rund 15 Jahren gemeinsam. Die Ausstellung in Amden ist Ausdruck dieser Symbiose. Sie steht aber auch für die losgelöste eigene Ausdrucksfähigkeit der Frauen und das überraschende Wechselspiel der sich wohltuend ergänzenden Werke. 

Farbkaskaden am Fallenbach

Für die Ausstellung in Amden ist das zweiteilige Werk «Fallenbrugg» entstanden. Darin vereinen sich die Stile der beiden Künstlerinnen zu einer betörenden Komposition. Die abstrakt dargestellte Waldszenerie, die Umrisse der Bäume und die Farben des bunten Laubs zeigen die Essenz und Schönheit der Natur.

Wie im Titel des Werks benannt, soll das Schaffen von Sandra Raymann und Carmen Müller immer wieder ein Brückenschlag sein zu den Menschen. Die Bilder sind Einladungen genauer hinzuschauen, sich einzulassen auf Stimmungen, Blickwinkel, Details, aber auch aufs Abstand nehmen, zurücktreten – auf die Betrachtung der Totalen. Unvoreingenommen, offen, neugierig.

Mit dieser (Experimentier-)Freude sind auch Raymann und Müller am Werk. «Wir probieren gerne Neues aus, verwenden ungeniert Pigmente, Asche, Steinmehl. Manchmal sogar Wachs und Rost,» so die beiden. Während in Sandra Raymanns Werken Naturtöne im «pas de deux» tanzen, die Dynamik des Pinsel- oder Kreidestrichs die Betrachtenden verzaubern, prallen bei Carmen Müller die Farben lustvoll aufeinander und figürliche Elemente setzen gekonnte Akzente.

Spannende Prozesse und vielfältige Wege

Das Malen ist für Carmen Müller und Sandra Raymann Herausforderung und Musse zugleich. Sich vom Bild leiten lassen, auch bereit sein zu scheitern, loszulassen und neu anzufangen – das sind Wege, welche beide Frauen immer wieder bereit sind zu gehen. So sind auch die Bilder entstanden, welche ab April in Amden zu sehen sind.

Vielleicht lag der Ursprung eines Werks in einem Riss in der Mauer, in einer Flechte auf einem abgestorbenen Holz. «Seit ich male, hat sich mein Blick für die Natur geschärft,» betont Sandra Raymann und Carmen Müller ergänzt: «Gesammelte Inspirationen fliessen ohne Zwang in die Bilder ein und auch die Ausstellungsbesucher sollen frei entdecken dürfen. Ein Werk berührt dann, wenn man einen zweiten oder einen dritten Blick darauf werfen möchte, wenn es etwas im Betrachter auslöst.»

Sandra Raymann und Carmen Müller möchten an der Vernissage und in der Ausstellungszeit ihre Welt mit den Besucherinnen und Besuchern teilen. Sie freuen sich, wenn gerade in dieser aktuell sehr wechselvollen Zeit die Farben des Frühlings ihren Platz finden und Aufbruchstimmung und Zuversicht verbreiten dürfen.

Carmen Müller und Sandra Raymann im Museum Amden

Museum Amden, Rütistrasse 5, 8873 Amden

  • Vernissage: Samstag, 9. April 2022, 17:00 bis 19:00 Uhr
  • Ausstellung: 10. April bis 7. August 2022, jeweils Mittwoch und Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr
Gabi Corvi