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Eishockey
31.03.2022

1. Matchpuck vergeben

Der Davoser Simon Knak (links) gegen Nando Eggenberger, den Topscorer der Lakers.
Der Davoser Simon Knak (links) gegen Nando Eggenberger, den Topscorer der Lakers. Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
31.03.2022 - Die SCRJ Lakers unterliegen im vierten Playoff-Spiel dem HC Davos mit 2:0. Neben den fehlenden Torerfolgen sorgte vor allem die ruppige Spielweise der Bünder für Gesprächsstoff.

Der vierte Sieg in einer Playoffserie ist bekanntlich der Schwierigste. So zeigte auch der HC Davos am heutigen Abend eine ganz andere Leistung als in den bisherigen Spielen dieser Serie. Und dann kam noch das nötige Glück dazu, vor allem in der 12. Minute, als Matej Stransky das 1:0 für die Bündner erzielen konnte. Nachdem Melvin Nyffeler den Angriff mehrmals abgewehrt hatte, schaffte es die #44 vom HC Davos doch noch, den Puck von hinter der Grundlinie an Nyffeler zu spielen, damit er von da aus ins Tor gelang. 

Zu wenig Druck aufs gegnerische Tor

Der direkte Zug aufs gegnerische Tor blieb heute mehrheitlich aus. Der HC Davos konnte die Angriffe immer wieder abfangen. Zwar hatten die SCRJ Lakers gemäss Statistik ein deutliches Chancenplus (Schussverhältnis), diese waren aber leider zu harmlos. Zudem zeigte Sandro Aeschlimann im Davoser Tor eine Top-Leistung und bewies somit, dass die öffentliche Kritik von Trainer Christian Wohlwend nicht angebracht war. 

Je länger das Spiel dauerte, desto offensiver wurden die SCRJ Lakers. Doch mitten in der Schlussoffensive traf Jesse Zgraggen zum 2:0-Schlussresultat. "Abhaken und nach vorne schauen" lautet die Devise für die SCRJ Lakers. Am nächsten Samstag, 2. April, steht das nächste Spiel an - Matchpuck Nummer 2 für die SCRJ Lakers, und mit dem euphorischen Publikum als Rückhalt gelingt hoffentlich auch der Einzug in die Halbfinals.

Tickets gibt es ab morgen Freitag, 1.4.22 um 10:00 Uhr hier.

Übertriebene oder gesunde Playoffhärte?

 

In den Playoff geht es oft hart zu und her. Vor allem in den Spielen "alles oder nichts" können einige Spieler über sich hinauswachsen. Doch wie viel Härte ist noch gesund, auch in den Playoffs? Im Spiel Nr. 3 traf es Gian-Marco Wetter, heute in Spiel Nr. 4 Sandro Forrer und Zack Mitchell - allesamt mit Checks direkt gegen den Kopf und mit teilweise verheerenden Folgen. Trotzdem wurden nicht einmal alle diese zu harten Einsätze bestraft, geschweige denn die unzähligen "normalen" Fouls, die üblicherweise geahndet werden. Harte Spiele und grosse Emotionen sind gut und recht, aber wenn es um die Gesundheit der Spieler geht, wäre eine harte Linie mit entsprechenden Strafen und Spielsperren angebracht. 

Telegramm:

HC Davos - SCRJ Lakers

Eisstadion Davos, Davos-Platz GR
5096 Zuschauer
Schiedsrichter: Marc Wiegand (20), Mikko Kaukokari (64); Dominik Altmann (28), Thomas Wolf (6)
Tore: 11:17 Stransky (Prassl, Corvi) 1:0; 52:21 Zgraggen (Ambühl) 2:0
Strafen: 2x2 plus 1x5 Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen HC Davos; 3x2 Minuten gegen SCRJ Lakers

SCRJ Lakers: Nyffeler (Bader); Djuse, Aebischer; Profico, Jelovac; Sataric, Vouardoux; Maier; Cervenka, Albrecht, Lammer; Brüschweiler, Kossila, Eggenberger; Forrer, Dünner, Wick; Lehmann, Mitchell, Zangger; Neukom

HC Davos: Aeschlimann (Senn); Jung, Nygren; Wellinger, D. Egli; Barandun, Zgraggen; Heinen, Gärtner; Bromé, Rasmussen, Ambühl; Prassl, Corvi, Stransky; Schmutz, C. Egli, Frehner; Knak, Nussbaumer, Wieser

Sonja Hitz