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19.11.2021

Vertrauen in Behörden und Medien gesunken

Seit dem Frühling verzichten immer weniger Menschen auf den öV, sie bleiben seltener zu Hause und treffen sich wieder häufiger. (Archivbild)
Seit dem Frühling verzichten immer weniger Menschen auf den öV, sie bleiben seltener zu Hause und treffen sich wieder häufiger. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Menschen in der Schweiz halten sich immer seltener an die vom Bund empfohlenen Schutzmassnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Gut zwei Drittel achten beispielsweise noch darauf, Abstand zu halten, bei den 18- bis 29-Jährigen ist es weniger als die Hälfte. Zudem meidet nur noch knapp die Hälfte der Schweizer Bevölkerung den öffentlichen Verkehr, wie der aktuelle Covid-19-Social-Monitor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Universitäten Zürich und Bern zeigt. Demnach verzichtete ausserdem zum Zeitpunkt der Befragung in der zweiten Oktoberhälfte nur noch etwa jede fünfte Person auf private Besuche und bleibt zu Hause, im Februar 2021 waren es noch rund jeweils 70 Prozent, wie die ZHAW am Donnerstag mitteilte.

Vertrauen in Behörden und Medien hat abgenommen

Ausserdem ging aus dem Monitor hervor, dass seit Beginn der Coronavirus-Pandemie das Vertrauen in Behörden und Medien abgenommen hat. Noch rund zwei Drittel vertraut den Behörden (April 2020: 82 Prozent) und nur noch 56 Prozent zeigen starkes Vertrauen gegenüber den Medien (April 2020: 69 Prozent).

Die Wissenschaft geniesst demgegenüber das Vertrauen von stabilen 65 Prozent der Bevölkerung.

Menschen mit tieferem Einkommen und niedrigerem Bildungsniveau wiesen generell ein tieferes Vertrauen auf, wie es in der Mitteilung weiter hiess.

Lebensqualität wieder höher eingeschätzt

Die gute Nachricht: Seit dem letzten Shutdown im Januar hat die Lebensqualität wieder merklich zugenommen. Rund neun von zehn Personen schätzen diese als gut ein. Ebenfalls nahm der Anteil derjenigen ab, die eine erhöhte psychische Belastung spüren, wobei sich der Wert je nach Altersgruppe unterscheidet. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil mit 37 Prozent weiterhin am höchsten, bei den 60- bis 79-Jährigen sind es 15 Prozent.

In die regelmässigen Erhebungen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie flossen Rückmeldungen von zwischen 1'492 und 2'802 Personen zwischen 18 und 79 Jahren aus allen Landesteilen ein. Von März 2020 bis Ende Oktober 2021 führten die Forschenden bisher 19 Befragungen durch.

sda / Linth24