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Lifestyle
15.11.2021

Spätherbst im Naturgarten

Der Spätherbst ist auch im Naturgarten angekommen.
Der Spätherbst ist auch im Naturgarten angekommen. Bild: Bernadette Gerber
Mittlerweile ist es schon Spätherbst und bald steht der Winter vor der Tür. Hobby-Naturgärtnerin Bernadette Gerber zeigt, wie der eigene Naturgarten zum Wintergarten vorbereitet werden kann.

Der Herbst ist die Vorbereitung zum Wintergarten. Es wird nicht mehr viel gemacht, man lässt einiges stehen, damit Tiere, die keinen Winterschlaf machen, auch über den Winter was zu fressen haben. Die Blumenwiesen sollten im Herbst gemäht werden, damit sie das nächste Jahr wieder schön zum Blühen kommen. Hingegen sollte man mindestens in einer Ecke Wildwuchs tolerieren, da dort viele Insekten überwintern können. Aber auch Blindschleichen und Eidechsen können sich dort verkriechen.

Laubhaufen für Igel

Falls man Bäume oder Sträucher im Garten hat, sollte man von den Herbstblättern einen Laubhaufen machen, denn da könnten Igel überwintern. Wenn man übers Jahr Äste hat, die man abgeschnitten hat und zu einem Haufen gelegt hat, kann man gut das Laub auf die Äste legen, das ist für die Igel dann ganz ideal, denn so gibt es Hohlräume darunter. Dort wo nächstes Jahr wieder Blumenwiesen blühen sollen, entfernt man das Laub und gibt es auf den Laubhaufen. Sonst darf das Laub liegen bleiben, es ist wie Dünger.

Kornelkirsche und Hartriegel

Die Kornelkirsche ist ein Strauch, der im Frühling gelb blüht und später rote längliche Beeren bekommt, die man essen kann. Die Blätter des Hartriegels sehen zum Verwechseln ähnlich aus, aber er blüht im Frühling weiss und hat dunkelblaue bis schwarze Beeren, die nicht essbar sind. Die Herbstfarbe dieser Blätter sieht sehr schön aus, sie werden dunkelrot.

Im Herbst verfärben sich die Blätter der Kornelkirsche dunkelrot. Bild: Bernadette Gerber

Brombeerstrauch auf dem Balkon

Die Blätter des Brombeerstrauches färben sich im Herbst zu einem leuchtenden Rot. Die Beeren sind allgemein bekannt und man weiss auch, dass sie gesund sind. Dass die Blätter aber auch eine heilende Wirkung haben, das wissen die Wenigsten. Der Brombeerblätter-Tee soll gegen Durchfall helfen und Krebserkrankungen vorbeugen. Er lässt sich auch als Gurgellösung verwenden, um entzündete Stellen im Mund- und Rachenraum zu behandeln. Die Blätter sollten geerntet werden, wenn sie noch grün sind und danach lässt man sie trocknen.

Eschen auf Balkon und Terrasse

Es ist noch ziemlich unbekannt, dass man auch Eschen, Weiden und Birken auf Terrasse und Balkon in Töpfen halten kann. Gerade im Herbst sind sie wunderschön anzuschauen in den kräftigen Herbstfarben. Sie sind auch für Vögel nützlich, denn immer wieder kommt eine Kohlmeise zu Besuch und pickt irgendwelche Insekten von den welkenden Blätter.

Wenn diese Bäume zu gross werden, kann man sie einfach zurückschneiden im Januar oder Februar. Oder in den Garten pflanzen, sofern man einen hat. Auch in einem kleinen Garten kann man diese Bäume pflanzen. Im kleinen Garten einfach zurück schneiden wie auf der Terrasse, falls sie zu gross werden.

Der Brombeerstrauch auf dem Balkon (r.) und die Esche auf dem Balkon . Bild: Bernadette Gerber

Pfaffenhütchen

Der Pfaffenhütchen-Strauch fällt eigentlich erst im Herbst auf, durch seine leuchtend roten Früchte, aber Achtung, diese sind giftig. Das Holz brauchte man früher für Schuhnägel, Orgelpfeifen und Stricknadeln. Im Frühling blüht das Pfaffenhütchen sehr unauffällig, es hat weisse kleine Blüten mit nur 4 Blütenblätter. Erst der Herbst zeigt es dann deutlich, wo es sich von allen anderen Sträucher unterscheidet.

Nun hoffen wir auf ein bisschen Schnee im Winter, der unsere Naturgärten richtig märchenhaft aussehen lässt.

Der Pfaffenhütchen-Strauch fällt eigentlich erst im Herbst auf, durch seine leuchtend roten Früchte. Bild: Bernadette Gerber
Bernadette Gerber, Hobby-Naturgärtnerin