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Kultur
15.11.2021

Ein mehrfach sagenhafter Abend in Uznach

Trugen zum Sagen-Abend bei: (v.l.n.r.) Barbara Bösch («Doppelhack»), Sepp Kofler (Verkehrsverein), Autorin Beatrice Nater, Emanuel Krucker («Doppelhack») und Illustratorin Joelle Marty.
Trugen zum Sagen-Abend bei: (v.l.n.r.) Barbara Bösch («Doppelhack»), Sepp Kofler (Verkehrsverein), Autorin Beatrice Nater, Emanuel Krucker («Doppelhack») und Illustratorin Joelle Marty. Bild: Werner Hofstetter, Linth24
An der Vorstellung ihres Buchs «Sagenhaft» liess die Uznerin Beatrice Nater die zahlreichen ZuhörerInnen in die Welt der regionalen Sagen eintauchen. Linth24 war dabei.

Nicht nur Sagen und Legenden, die Beatrice Nater an der Premiere ihres Buches «Sagenhaft» vorlas, waren sagenhaft.

Sagenhaft waren auch die vielen Besucher, die die Aula des Oberstufenzentrums komplett füllten. Sagenhaft war auch das Hackbrett-Duo «Doppelhack», das bewies, dass das Hackbrett nicht nur ein Begleitinstrument ist: Es kann durchaus klassisch, Folk, Jazz oder Pop auf den Seiten angeschlagen werden. Sagenhaft war es auch für Sepp Kofler vom Verkehrsverein Uznach, der den Erzählabend inszenierte.

Die Faszination des Kulturguts «Sagen»

Was Beatrice Nater an den Sagen gegenüber den Märli fasziniert, ist, dass sie ortsbezogen sind und zu einem Grossteil einen wahren Kern besitzen. Sie setzt sich dafür ein, dieses Kulturgut weiter zu pflegen. Mit ihrem Dialekt und Wortwahl versetzt sie die Zuhörer in die damalige Zeit. Mit ihren Sagen greift sie in die Vergangenheit zurück und macht die «wahren» Geschichten wieder bekannt.

Beatrice Nater führte die Besucher – und hoffentlich viele Leser – durch einen spannenden Abend bei Dämmerlicht und einer Tasse Tee. Bereits die Titel der Sagen wählte sie nach den damaligen Begebenheiten. In jeder Gegend gibt es Menschen, Plätze oder Gebäude, die ihre eigenen Geschichten haben. Seit Generationen werden diese «wahren Geschichten» weitererzählt. Der Autorin ist es ein Anliegen, dass die Sagen aus der Region noch lange weitervermittelt werden.

Spannend bis zum letzten Buchstaben erzählte die Buchautorin vom Schlossgeist in der Grynau, der Begegnung beim Linthbord-Anneli, dem Teufel von der Windegg, dem Goldloch, den Chorfrauen im Damenstift Schänis, den Sinnfäueli, dem Federimannli, dem Ranzach-Geiger von Ernetschwil oder vom Schlossberger-Wein in Rapperswil.

Ein einzigartiges Sagenbuch aus dem Linthgebiet

Zum neu erscheinenden Buch «Sagenhaft» fand Franz Walter, selber Buchautor, passende Einführungsworte: «Das Buch greift die Tradition auf und macht die Sagen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein Sagenbuch, das sich spezifisch auf die Region See und Gaster bezieht, ist einzigartig.» Zum Buch gehört eine CD mit passender Musik als Begleitung.

Beatrice Nater führt die Leser zu Sagen aus der Region und macht die Sagen wieder attraktiv. Das neu erscheinende Buch wurde speziell illustriert mit handkolorierten Illustrationen von der Uzner Künstlerin Joelle Marty. Diese hat einen ganz eigenen Stil gefunden und fühlt sich immer wieder zu Wasserfarben und Aquarell hingezogen.

Der Uzner Gemeindepräsident Diego Forrer (l.) gratulierte Beatrice Nater zu ihrem Werk. Bild: Werner Hofstetter, Linth24

Die Buchautorin durfte durchwegs grosses Lob und Anerkennung entgegennehmen. Diego Forrer, Gemeindepräsident von Uznach, gratulierte der Autorin zu ihrem einmaligen Werk. Er überbrachte auch Dank, Anerkennung und Lob von der Kultur Zürichsee-Linth.

Beim anschliessenden Apéro mit regionalen Spezialitäten galt es nicht nur, die Angst vor den in den Sagen beschrieben Personen zu vertreiben. Nein – es entstanden «sagenhafte» Gesprächsrunden.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24