Linthgebiet
03.12.2018

BUND ZAHLT 29 MILLIONEN FRANKEN FÜR AGGLO OBERSEE

Sichere Strassen und bessere Verbindungen für die Agglomeration Obersee stehen im Fokus des Agglomerationsprogramms im Raum Obersee. Die Eidgenossenschaft unterstützt das mit 29.4 Millionen Franken.

Anfang 2019 startet die Umsetzung des dritten Agglomerationsprogramms der Agglo Obersee. In diesem Rahmen setzen die beteiligten Gemeinden Massnahmen zur Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrs, des Öffentlichen Verkehrs sowie des motorisierten Individualverkehrs um. Der Bund unterstützt sie dabei finanziell mit insgesamt 29,48 Mio. Franken. Nun ist auch bekannt, welche Gemeinden mit Bundesbeiträgen rechnen können.

Gemeinsam Lösungen finden

Die grosse Unterstützung des Bundes belegt die Weitsicht des Agglomerationsprogramms. Das Er­folgsgeheimnis dabei ist die gute Zusammenarbeit der Gemeinden. «In den vergangenen zwölf Jahren konnten wir die Grenzen von drei Kantonen und 16 Gemeinden überwinden. Gemeinsam haben wir Lösungen für die Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung gefunden», blickt Ueli Strauss-Gallmann, Vorstandsmitglied Agglo Obersee, zurück. Er hat in den vergangenen Jahren diese Arbeit mit vorangetrieben Zum 30. November gibt er seine Position als Kantonsplaner ab und verabschiedet sich aus dem Verein Agglo Obersee. «Ich wünsche der Agglo Obersee eine weiterhin so erfolgreiche Zusammenarbeit und einen erfolgreichen Weg in die Zukunft.» Der Vereinspräsident Martin Stöckling bedankt sich herzlich für sein Engagement in den vergangenen Jahren. Strauss habe einen wichtigen Beitrag an den Erfolg der Agglo Obersee geleistet.

Bund honoriert die Arbeit der Agglo Obersee

Aus dem Bundesbeitrag für das Agglomerationsprogramm erhält die Gemeinde Bubikon Unterstützung für den Ausbau ihrer Busanbindung und die Zentrumsentwicklung Wolfhausen. Freienbach wird seine Bus-Achse Bahnstrasse Pfäffikon entwickeln sowie Massnahmen im Bereich Pfäffikon Ost – Löwenkreuzung und Pfäffikon Ost – Kreuzung Schweizerhof durchführen. Die Gemeinde Lachen wird für die Strassenraumgestaltung im Zentrum unterstützt. Rapperswil-Jona setzt im Rahmen des Agglo­merationsprogramms eine Fuss- und Velowegunterführung an der Eichwies-/Oberseestrasse um, ge­staltet den Strassenraum an der Alten Jonastrasse neu und entwickelt den Umsteigeknotenpunkt Blu­menau. Richterswil verbessert mit der neuen A3 Brücke Schwanden-Frohberg seinen Fuss- und Velo­verkehr. In der Gemeinde Rüti wird es eine Strassenraumgestaltung in der Ferrachstrasse geben und die Gemeinde Wollerau optimiert mit einer Pförtneranlage das Verkehrsmanagement.

Neben diesen individuellen Massnahmen werden Freienbach, Bubikon, Rapperswil-Jona, Dürnten, La­chen, Rüti und Eschenbach gemeinsam und aufeinander abgestimmt Netzergänzungen an ihrem Fuss- und Veloverkehr vornehmen. Ein weiterer Bundesbeitrag erhält der Kanton St. Gallen für die Fussgän­gerübergänge der Kantonsstrassen sowie kurzfristige Massnahmen, um die Verkehrssicherheit zu ver­bessern.

«Wir freuen uns sehr über dieses Resultat. Aktuell arbeitet der Verein an den Inhalten für ein viertes Agglomerationsprogramm und wir sind zuversichtlich, auch hierfür die Unterstützung des Bundes zu erhalten», sagt Peter Göldi, Geschäftsführer der Agglo Obersee.

Agglo Obersee

Die Gemeinden des Vereins Agglo Obersee gruppieren sich rund um den namensgebenden oberen Zürichsee, genannt Obersee. Hier leben rund 150'000 EinwohnerInnen und arbeiten rund 70’000 Be­schäftigte.

Um den stetig wachsenden Herausforderungen in diesem stark vernetzten Gebiet im Metropolitan­raum Zürich aktiv zu begegnen, wurde im Juli 2009 der Verein Agglo Obersee gegründet. Mitglieder sind vier St. Galler, acht Schwyzer und vier Zürcher Gemeinden sowie die Kantone St. Gallen, Schwyz und Zürich.

(OriginalMitteilung, Verein Agglo Obersee)