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Gesundheit
11.06.2021

Spitex Linth: Grosse Nachfrage während Pandemie

Mitarbeiterin Timea Vaszari im Ende 2020 angeschafften ersten Elektrofahrzeug der Spitex Linth. Bild: Spitex Linth
Das Spitex-Angebot wurde seit Beginn der Corona-Pandemie immer mehr nachgefragt. Das Team meisterte die herausfordernde Situation gut, auch dank Neuzugängen. Die Bilanz ist positiv.

Die Mitgliederversammlung der Spitex Linth wurde wegen der Corona-Pandemie erneut im kleinen Rahmen durchgeführt und die Stimmen am 25. Mai 2021 auf dem Stützpunkt in Kaltbrunn ausgezählt.

Alle Mitglieder konnten vorgängig schriftlich über die Geschäfte abstimmen. 923 Personen haben Gebrauch gemacht, gültig waren 921 Stimmen. Sämtliche Anträge wurden deutlich angenommen.

9 Prozent mehr Pflegestunden

Im Jahr 2020 pflegte die Spitex Linth 456 verschiedene Personen. Die 73 Mitarbeitenden leisteten 62'743 Arbeitsstunden (plus 6 Prozent), 27’865 davon bei den Klientinnen und Klienten zu Hause (plus 9 Prozent).

Die Mitgliederzahl konnte ebenfalls nochmals leicht gesteigert werden auf insgesamt 2'307.

Anschubfinanzierung zurückbezahlt

Überzeugen konnte die Spitex Linth zudem wieder im operativen Betrieb. So schloss die Jahresrechnung 2020 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 154'025 ab. Für diesen Erfolg verantwortlich waren die Mehreinnahmen in der Pflege sowie der gegenüber dem Budget tiefere Personalaufwand.

Aufgrund der soliden Eigenkapitalbasis beschloss der Vorstand, die im Jahr 2016 erhaltene Anschubfinanzierung an die Gemeinden zurückzuerstatten. Damit wurde der Ertragsüberschuss um CHF 250'401 gemindert und die Jahresrechnung schloss mit einem Verlust von CHF 96'375.

Erste Erfolge bei der Ausbildung

Besonders stolz war die Spitex Linth auch auf ihre Ausbildungstätigkeit. So durfte im Sommer 2020 ihre erste Lernende das Diplom als Pflegefachfrau HF entgegennehmen. Sie schloss die Ausbildung mit Bravour ab und wurde vom Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe St. Gallen (BZGS) für ihre guten Leistungen ausgezeichnet.

Im Moment betreut die Spitex Linth drei weitere Auszubildende.

Schutzkonzept überzeugt

Wegen der Corona-Pandemie konnten im letzten Jahr keine grossen Teamanlässe durchgeführt werden. Ein striktes Schutzkonzept wurde eingehalten und die Kontakte im Team auf ein Minimum beschränkt. Sitzungen wurden nur im ganz kleinen Rahmen, per Telefon oder über Zoom abgehalten.

Wie für viele andere Betriebe war das auch für die Spitex Linth und ihre Mitarbeitenden keine einfache Situation, aber alle haben sich vorbildlich an die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen gehalten. So kam es glücklicherweise bisher zu keinen Ansteckungen innerhalb des Teams.

Die Lockerungen im Sommer liessen dann doch ein Fahrtraining beim TCS zu, welches auf grossen Anklang stiess und das Adrenalin auf der Schleuderplatte hochschnellen liess. Ebenfalls war es möglich, einen Auffrischungskurs über die Reanimationsmassnahmen durchzuführen. Die Mitarbeitenden schätzten dies sehr. Auch gefreut haben sie sich über das erste Elektrofahrzeug der Flotte, welches Ende 2020 angeschafft wurde.

Vorstandsmitglied Brigitte Wullschleger verabschiedet

Infolge Pensionierung gab Brigitte Wullschleger ihr Amt bei der Spitex Linth ab. Sie war seit der Gründung 2015 dabei. Zuvor waltete sie als Präsidentin des Vereins Weesen-Amden. Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sie viel zum Gelingen der Spitex Linth beigetragen.

Der Vorstand bedankt sich auch an dieser Stelle herzlich für das grosse Engagement. Er verzichtet im Moment auf eine Ersatzwahl.

Fusion der Spitex Linth und Eschenbach-Schmerikon?

Die engere Zusammenarbeit der beiden Non-Profit-Organisationen in der Region Zürichsee-Linth wurde in der Vergangenheit verschiedentlich diskutiert. Nun soll die Zusammenführung erneut geprüft werden. Die Entscheidungsträger beider Spitexvereine haben einem entsprechenden Projekt im März 2021 zugestimmt.

Unter der Co-Leitung von Peter Göldi (Präsident Spitex Linth) und Karen Peier (Präsidentin Spitex Eschenbach-Schmerikon) wird deshalb im Moment evaluiert, welches die Vorteile eines Zusammenschlusses wären und wo Synergien genutzt werden könnten. Es geht darum, die beste Lösung sowohl für die Bevölkerung der neun Gemeinden als auch für die Spitex-Klientinnen und -Klienten und Mitarbeitenden zu finden.

Sobald die Ergebnisse der Projektarbeit klar sind und eine Empfehlung der Entscheidungsträger vorliegt, wird die Spitex Linth wieder informieren.

Christine Schnyder, Spitex Linth