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10.06.2021

Zwei Wasserversorgungen vernetzen sich

Eine neue 1'350 Meter lange Leitung soll die Wasserversorgungen Rapperswil-Jona und Eschenbach vernetzen. Bild: Wasserversorgung Rapperswil-Jona
Zwischen Rapperswil-Jona und Eschenbach entsteht eine neue Trinkwasserverbindung mit einem Stufenpumpwerk im Reservoir Egg. Beide Gemeinden profitieren von der besseren Versorgungssicherheit.

Die Wasserversorgung Rapperswil-Jona und die Gemeinde Eschenbach planen eine Trinkwasserverbindung zwischen dem Reservoir Egg in Jona und dem Gebiet Chälen in Eschenbach. Zum Projekt gehören eine 1'350 Meter lange Trinkwasserleitung mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern, der Einbau eines Stufenpumpwerks im Reservoir Egg sowie diverse Anlageteile. Zudem wird im Gebiet Leiset/Weid ein Messschacht erstellt.

Der Bauarbeiten starten in den nächsten Tagen und dauern voraussichtlich bis ca. Ende Jahr. Die Projektkosten belaufen sich auf ca. 1,5 Mio. Franken und werden von den beiden Wasserversorgungen anteilsmässig getragen.

Versorgungssicherheit und Nachbarschaftshilfe

Die Vernetzung ermöglicht den gegenseitigen Austausch von Trinkwasser. Die Betriebs- und Versorgungssicherheit wird auf beiden Seiten wesentlich erhöht. In Not- oder Störfällen können die beiden Gemeinden gegenseitig Nachbarschaftshilfe leisten.

Zudem wird das zu Rapperswil-Jona gehörende Gebiet Leiset/Weid an die neue Trinkwasserleitung angeschlossen. Dadurch verbessert sich dort der Löschwasserschutz. Bisher wurde das Gebiet über die Transportleitung der Wasserversorgung Goldingen-Meilen versorgt.

Vernetzung hat Zukunft

Dass sich die kommunalen Wasserversorgungen untereinander vernetzen, wird in Zukunft immer wichtiger. Seit Anfang des Jahrtausends häufen sich in der Schweiz aufgrund der Klimaerwärmung Hitzewellen und Trockenperioden. Das Sommerhalbjahr 2018 war das wärmste seit Beginn der systematischen Messungen 1864. Diese Entwicklung stellt die Wasserversorgungen vor grosse Herausforderungen.

Ein Standbericht, den der Gemeindeverbund Region Zürichsee-Linth 2018 in Auftrag gegeben hat, bestätigt zwar eine insgesamt hohe Versorgungssicherheit. Gleichzeitig betont der Bericht aber auch die Dringlichkeit der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit. Um in Trockenperioden sowie im Spitzenbetrieb auch in Zukunft optimal aufgestellt zu sein, sollen sich Wasserversorgungen untereinander noch besser vernetzen.

Bereits heute pflegt die Wasserversorgung Rapperswil-Jona eine gute und beständige Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Dazu zählen etwa die Gruppenwasserversorgung Zürcher Oberland sowie die Wasserversorgungen Goldingen-Meilen, Rüti und Schmerikon. Die Vernetzung mit der Gemeinde Eschenbach ist ein weiterer wichtiger Meilenstein.

Wasserversorgung Rapperswil-Jona