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Kanton
20.05.2021
20.05.2021 18:12 Uhr

Mittwoch Abend im Linthgebiet: Appell an die Freiheit

An der Informationsveranstaltung in Reichenburg waren auch die Freiheits-Trychler anwesend.
An der Informationsveranstaltung in Reichenburg waren auch die Freiheits-Trychler anwesend. Bild: Linth24
An der Informationsveranstaltung zur Abstimmung am 13. Juni des Aktionsbündnis Urkantone am Mittwochabend in Reichenburg zeigte die Bevölkerung reges Interesse.

Auf der Tour durch die Schweiz lud das Aktionsbündnis Urkantone am Mittwochabend die Bevölkerung in Reichenburg zu einer Infoveranstaltung ein. Nachdem die Veranstalter im Kanton Uri mit der Begründung « ..solange eine aktuelle anhaltende Situation bestehe…» keine Bewilligung erhielten, war der Kanton Schwyz zuerst an der Reihe. Auch hier mit sehr strengen Auflagen, obwohl es sich nicht um eine Demonstration, keinen Fackel- oder Saubannerzug handelte, sondern um eine legitime Informationsveranstaltung zu nationalen Gesetzesvorlagen, über die das Stimmvolk am 13. Juni zu befinden hat.

Reges Interesse trotz schlechtem Wetter

Trotz bevorstehendem Regen trafen sich etwas über 100 Personen zu den Vorträgen. Das grosse Polizeiaufgebot, abkommandiert für Zutritts- und Ausweiskontrollen, gereichte der Staatsmacht nicht gerade zur Ehre. Der Umgangston war freundlich und gelassen.

Josef Ender, Unternehmer aus Ibach, machte den Anfang als Redner und wies auf die Diskrepanz der Informationen von Regierung und Presse im Vergleich mit den tatsächlichen Zahlen der Realität hin. Ein weiterer zentraler Punkt war die Offenlegung des Schreckens, den die Massnahmen auf die Psyche der Jugendlichen im Land bisher hatte. Massnahmen, deren Verhältnismässigkeit zu keinem Zeitpunkt zu rechtfertigen seien. Die von Bundesrat gewünschten Covid-19-Gesetze würden einzig dem Zweck dienen, die Macht der Exekutive zu zementieren.

  • Das schlechte Wetter hielt die Leute nicht vom Kommen ab. Bild: Linth24
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  • Die Polizei nahm es bei den Kontrollen sehr genau. Bild: Linth24
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  • Der Arzt Andreas Heisler, dem man die Bewilligung zur Berufsausübung entzog. Bild: Linth24
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Die ganze Welt blickt auf die Schweiz

Prisca Würgler, Lehrerin und Publizistin, machte mit einem fiktiven Brief «das Ausland an die Schweiz» auf eindrückliche Weise klar, wie privilegiert wir im Vergleich zu den meisten Ländern dieser Erde sind. Weil wir, als eine der wenigen Nationen mit direkter Demokratie, noch selber entscheiden können, ob unser Weg und der unserer Kinder ins Licht oder in die Dunkelheit führt. Deshalb ihr dringender Appell, das stimmrechtliche Privileg zu nutzen, um der um sich greifenden Diktatur Einhalt zu gebieten.

Grundrechte und das Schweigen der Wissenschaft

Der Arzt Andreas Heisler, dem man die Bewilligung zur Berufsausübung entzog, weil er sich für die Rechte und Interessen seiner Patienten und gegen Corona-Regeln einsetzte, zerpflückte in seinen Ausführungen die (un)wissenschaftlichen Grundlagen, die zu den Corona-Massnahmen führten. Seine Vorwürfe richteten sich auch an die gesamte Ärzteschaft, die medizinischen Fachverbände und die Wissenschaft, welche seit einem Jahr durch Wegschauen und Schweigen glänze.

Manuela Alava, ehemalige Biologie-Laborantin in der Basler Pharma und Mitglied von mass-voll.ch, der Meinungs- und Interessenvertretung der Jugend, wies auf die Einschränkung von Grundrechten durch die bestehenden Massnahmen und die geplante Gesetzesvorlage hin.

Manuela Alava, die Stimme der jungen Schweizerinnen und Schweizer. Bild: Linth24

Leben und leben lassen

Den Schluss der Infoveranstaltung machte Claudio Grass, «ein einfacher Bürger wie ihr alle», der den Anwesenden in einer eindrücklichen Rede ins Gewissen sprach und Betroffenheit auslöste, als er vom Kampf um Selbstverständlichkeiten und den Absurditäten von Massnahmen im Alltag sprach. Er berichtete vom Weckruf an die Gesellschaft, der Tausende aus ihren Gewohnheiten riss und die meisten zwang, ihr Leben zu überdenken. Ein Appell an alle Schweizer Bürger, die im vergangenen Jahr fassungslos Zustände erlebten, die man sonst nur aus dem Ausland kennt und der in der Hoffnung endet, dass Mut, Verantwortung und Eigenständigkeit über die Angst gebieten und dem herrschenden und weiter geplanten Machtmissbrauch ein Ende setzen.

Die ganze Veranstaltung wurde per Livestream übertragen und anschliessend ins Netz gestellt.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24