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Uznach
10.05.2021
10.05.2021 10:08 Uhr

Maimarkt mit Maske und 50 statt 80 Ständen

Der Uzner Maimarkt 2021 konnte trotz Corona durchgeführt werden, aber nur mit 50 statt 80 Ständen.
Der Uzner Maimarkt 2021 konnte trotz Corona durchgeführt werden, aber nur mit 50 statt 80 Ständen. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
Der traditionelle Maimarkt am Samstag in Uznach wurde dank Lockerung der Verordnungen doch noch durchgeführt. Für Marktfahrer bleibt es allerdings ein düsteres Jahr.

Die Verkaufsstände durften im Städtchen nur einseitig der Strasse aufgebaut werden mit einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. Auf der Zürcherstrasse hingegen standen beidseitig Stände. Auf die sehnlichst gewünschte Vereinsmeile beim Schulhaus «Letzi» musste auch wieder verzichtet werden genau so wie auf die Vereinsbeizli.

Kapo auf Kontrollgang

Ein gutes Gefühl durften Marktfahrer und Marktbesucher am Maimarkt in Uznach haben, denn alle Corona-Vorschriften wurden befolgt.
Marktchef Peter Seliner und die Kantonspolizei waren auf Kontrollgang und machten die Besucher auf Maskenpflicht und Abstand aufmerksam. Seliner äusserte sich, dass alle Vorkehrungen und Vorschriften angewendet wurden. Waren es bisher je rund 80 Marktstände, haben sich nur 50 Marktfahrer für einen Standplatz angemeldet. Vor jedem Verkaufsstand wurde genau auf Körperkontakt geachtet.

Die Uzner Jahrmärkte sind legendär und alt. Vom ehemals Wochenmarkt blieben Töniermarkt, Maimarkt und Klausmarkt. Vor Jahren wurde der Töniermarkt gestrichen, wie auch der Viehmarkt. Die Markttage mit der Städtchenatmosphäre und den vielen Marktständen locken immer noch viele Marktbesucher an, besonders wenn das Wetter mitspielt. Sie finden einen Ort der Begegnung und führen einen persönlichen Schwatz, was das Internet nicht ersetzen kann.

Es werden traditionelle, aber auch neue und moderne Waren angeboten. Das bunte Warenangebot reicht vom Hosenträger über Socken, Wäsche, Kleider, Schmuck, Spielwaren bis zum Kosmetikartikel. Nicht missen wollen die Besucher die Bratwurst, Magenbrot, gebrannte Mandeln und im Herbst die Maroni.

Marktfahrer und Schausteller spürten Coronakrise heftig

Aufgrund der Coronakrise sind viele Jahrmärkte in den letzten Monaten abgesagt worden. Marktfahrer und Schausteller gehören zu jener Berufsgruppe, die die Coronakrise heftig gespürt haben.

«Das wird für viele Kollegen das berufliche Aus bedeuten», befürchten die Marktfahrer. «Wir sind halt Lebenskünstler», meinte Renate Jäger aus Vilters. «Trotzdem sind wir auf Umsatz und Einkommen dringend angewiesen. Wir bangen um unsere Existenz. Seit mehr als 15 Monaten warten wir auf ein Ende des Lockdowns und darauf, dass wir wieder ohne die Vorschriften von Jahrmarkt zu Jahrmarkt ziehen können. Es ist klar, dass die Einnahmen nicht wie an bisherigen Markttagen ausfallen.» Marktfahrer, wie etwa Walter Hüppi aus Gommiswald, zeigten sich in Uznach doch froh, dass ein kleines Stück Normalität auf dem Markt herrschte.

  • Das Marktangebot war vielfältig. So gab es neben Körben ... Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • ... auch Hüte und andere Kopfbedeckungen ... Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • ... sowie Schmuck zu sehen. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • Dieser Marktstand aus Goldingen bot Kräutersalz und mehr an. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • Auch Spielzeuge und Luftballons ... Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • ... sowie Gestricktes konnten erworben werden. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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  • Beim diesjährigen Uzner Maimarkt zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
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Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24