Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Uznach
23.11.2019
23.11.2019 22:11 Uhr

Sorgen um Uzner Klausmarkt

Der Klausmarkt in Uznach lockte auch dieses Jahr Marktfahrer und Besucher an. Aber die Tradition ist bedroht.

Uznach war immer schon ein Marktort. Aber die Zahl der Märkte hat abgenommen. Zuerst fiel der Wochenmarkt weg und vor wenigen Jahren der Tönimarkt. Der Viehmarkt auf dem Burgplatz, der Maschinenmarkt beim Linthof, der Rummelplatz an der Benknerstrasse werden nicht mehr belebt und sind verschwunden. So bleiben nur noch der Maimarkt und der Klausmarkt. Diese zwei verbliebenen Märkte sind nur noch Schatten von dem was einst waren.

Immer weniger Besucher

Einst waren die Jahrmärkte in Uznach ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Ereignis. Trotz eisiger Bise konnte viele Besucher ausgemacht werden. In den letzten Jahren ist die Zahl der Marktfahrer, wie auch der Marktbesucher aber ständig gesunken.

Mehrmals diskutierten die Uzner Marktkommission und Marktfahrerverband über die Klagen der Marktfahrer, dass immer weniger Besucher die Markttage frequentieren. Nur noch Traditionsbewusste glauben an die Markttage. Die Frage wird immer dringender: «Braucht es überhaupt noch Markttage in Uznach?» Aber eigentlich sind sie nicht wegzudenken, denn sie bringen immer eine besondere Stimmung ins Städtchen. Man trifft Bekannte, kann ohne Verkehr durchs Uznach bis zur Post bummeln und nette Gespräche führen.

80 Marktfahrer halten die Tradition hoch

Viele Händler aber glauben noch immer an ihre Zukunft auf dem Jahrmarkt.

Marktfahrer Lukas Frühwirth aus Freidorf sagte, es gebe immer noch treue Kundschaft, die es schätzen, wenn man gegenseitig in die Augen sehen kann, wenn er sie beraten darf und den Kauf mit einem gegenseitigen «Danke» abschliessen kann.  Ein anderer meinte, es fehle ihm ein Nachfolger. Er sei nicht sicher, ob er sein Geschäft die nächsten ein, zwei Jahre noch weiterführen könne.

Marktchef Peter Seliner freute sich dennoch, dass er 80 Marktfahrer begrüssen konnte. Er hatte am frühen Morgen schon alle Hände voll zu tun, musste die Marktfahrer einweisen, die Lücken füllen damit es einen kompakten Markt ergib und die Standmieten einkassieren.

Das Schöne auch dieses Jahr: Das Städtchen stellte sich auch vorweihnächtlich ein. Ab 16.00 Uhr leuchteten die Sterne über den Marktständen und das brachte eine spezielle Stimmung in die Abendstunden.

Werner Hofstetter, Linth24