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19.04.2021
22.04.2021 17:46 Uhr

Grüne Linth empfehlen am 13. Juni dreimal Ja

Der Pestizid-Einsatz in der Landwirtschaft ist Hauptgegenstand einer der Initiativen. (Symbolbild) Bild: Pixabay
Am 13. Juni 2021 wird eidgenössisch über drei Umwelt-Vorlagen abgestimmt: das CO₂-Gesetz, die Pestizid-Initiative und die Trinkwasser-Initiative. Die Grünen Linth sagen dreimal Ja.

Das CO₂-Gesetz, die Pestizid-Initiative und die Trinkwasser-Initiative zielen auf die Erhaltung einer intakten Natur und damit eines gesunden Lebens in der Schweiz ab. Weil damit ein lebensfreundliches Klima und die knappe Ressource des sauberen Trinkwassers gewährleistet wird, empfehlen die Grünen Linth dreimal «Ja» an der Abstimmung vom 13. Juni.

Den Klimawandel abbremsen, solange es noch geht

Die Folgen des Klimawandels für die Schweiz sind zunehmende Migrationsströme, sich häufende Überschwemmungen, Erdrutsche, Trockenperioden und mangelndes Wasser in der Landwirtschaft. Wir müssen heute handeln, um diese Folgen abzubremsen.

Das neue CO₂-Gesetz verschärft geltende Massnahmen in den Bereichen Finanzflüsse und Fernverkehr. Zudem schafft es einen Klimafonds, dank dem Innovationen im Klimaschutz gefördert werden. Die Flugticketabgaben fliessen zur Hälfte als Ökobonus an die Bevölkerung zurück. Die Mehrheit der Bevölkerung, die wenig oder gar nicht fliegt, profitiert somit auch finanziell.

Diese und weitere im Gesetz verankerten Massnahmen helfen der Schweiz, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen und so gegenüber dem Rest der Welt mit ihrem versprochenen Engagement Wort zu halten.

Krankmachende Schadstoffe im Trinkwasser vermeiden

Rund eine Million Menschen in der Schweiz trinken Wasser, das zu viele Pestizide enthält. Die Verschmutzungen tragen zur Ausbreitung chronischer Krankheiten, auch bei Kindern, bei und führen zu einem weiteren Anstieg der Gesundheitskosten.

Die Pestizid-Initiative verlangt, dass der Einsatz von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft verboten und mit unbedenklichen Pflanzenschutzmassnahmen ersetzt wird. Auch die Einfuhr von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind, soll untersagt werden. Die Initiative sieht eine Frist von 10 Jahren zur Umsetzung vor, was die nötige Zeit für eine soziale Transformation garantiert.

Eine Landwirtschaft ohne synthetische Pestizide ist bereits heute möglich: Das zeigen über 7'000 Biobetriebe, die aktuell keine synthetischen Pestizide einsetzen.

Keine Steuergelder für Umweltverschmutzung

Die heutige Landwirtschaft belastet die Böden mit Stoffen wie Nitrat und Pestizide oder mit Rückständen von Medikamenten in Mist und Gülle. Der Regen schwemmt diese Stoffe in die Oberflächengewässer und ins Grundwasser und beeinträchtigt damit die Qualität des Trinkwassers. Mit Direktzahlungen subventioniert, wird damit die Gesundheit von Mensch und Natur gefährdet.

Die Trinkwasser-Initiative verlangt, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungen oder Subventionen unterstützt werden, die keine prophylaktischen Antibiotika in der Tierhaltung und Pestizide einsetzen und nur so viele Tiere halten, wie sie mit eigenem Futtermittel ernähren können.

Dieser Richtungswechsel in der Schweizer Landwirtschaft soll zu einem sozialen und klimagerechten Ernährungssystem führen, das allen Menschen gesundes und pestizidfreies Essen garantiert.

Grüne Linth