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Leserbrief
Rapperswil-Jona
02.04.2021
05.04.2021 14:08 Uhr

Stadt bewilligt Demo nicht – «Das ist doch paradox»

Mirjam Rigmanoti Largey hat einen Lösungsvorschlag, wie Spannungen und Spaltung innerhalb der Gesellschaft bezüglich Corona vermieden werden können. Bild: Linth24 (Fotomontage)
Eine Linth24-Leserin fragt sich: «Ist es nicht paradox, eine Demonstration gegen Massnahmen nur zu erlauben, wenn gerade diese Massnahmen befolgt werden?»

«Sollen FriedensaktivistInnen in einen Kriegseinsatz gehen müssen, wenn sie ihre Forderungen nach Gewaltfreiheit ausdrücken dürfen?

Wie ist diese Zwickmühle zu lösen? Hier ein möglicher Ansatz:

Vier berechtigte Ängste dominieren das momentane Geschehen um Corona: Die Angst vor dem Virus; die existenzielle Angst vor Armut; die Angst vor diktatorischen Strukturen und die Angst vor Ausgrenzung. Bedingt durch die Angst vor dem Virus, kommt es zu massiven Einschränkungen der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit, was im Widerspruch zu einer Demokratie steht.

Lösungsvorschlag

Da dies zu Spannungen und Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft führt, habe ich folgenden Vorschlag:

Solange Demonstrationen aus Angst vor Infektionen nicht durchgeführt werden dürfen, bekommen alle Beiträge zu den oben erwähnten vier Ängsten eine exakt gleich grosse Plattform in den Mainstreammedien (Zeitungen, Zeitschriften, TV, Radio, Internet, etc.) und dürfen ihre Beiträge unzensiert und ohne Be- oder Abwertung publizieren. Es sollte darauf geachtet werden, dass ein Meinungsgleichgewicht besteht in der Häufigkeit, Anzahl und Länge der unterschiedlichen Berichterstattungen.

Dies wäre ein deutliches Zeichen, dass nicht Zensur anderer Meinungen der Grund der Demo-Restriktionen  ist, sondern die ehrliche Sorge um die Gesundheit der Menschen. Da dieses Vorgehen absolut virensicher wäre, sehe ich keinen Grund der dagegen sprechen könnte.»

Mirjam Rigamonti Largey aus Rapperswil-Jona