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08.03.2021
08.03.2021 06:58 Uhr

110 Jahre Internationaler Tag der Frau

Weltweit gehen die Frauen am 8. März auf die Strasse und protestieren für ihre Rechte. Bild: Linth24
Seit 1911 feiern Frauen den «Internationalen Tag der Frauen», an dem weltweit auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Auch heute.

Die Ursprünge des Tages der Frauen befinden sich am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Bereits auf der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz forderte Clara Zetkin das allgemeine Frauenwahlrecht, nachdem bereits 1904 in Berlin der Weltbund für das Frauenstimmrecht gegründet wurde. Außerdem demonstrierten am 8. März 1908 in New York Textilarbeiterinnen für das Frauenwahlrecht, kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und mehr Arbeitsschutz.

Amerikanerinnen waren es auch, die 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Idee eines Frauentages verbreiteten. Am 27. August 1910 beschlossen 100 Delegierte aus 17 Ländern auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages. Am 19. März 1911 fand daraufhin in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA der erste Internationale Frauentag statt.

1921 wurde der 8. März festgelegt

Im Ersten Weltkrieg versuchten politisch aktive Frauen in mehreren Ländern, aus dem Frauentag einen Aktionstag gegen den Krieg zu machen. Da pazifistische Veranstaltungen in Kriegszeiten aber fast überall verboten waren, konnte der Frauentag nur im Geheimen begangen werden. In den folgenden Jahren wechselte das Datum des Frauentages, bis es 1921 auf den 8. März festgelegt wurde.

Die Vereinten Nationen (UN) wählten dann schliesslich 1975 ebenfalls den 8. März zum «Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden».

Wahlrecht, Arbeitsschutzgerecht, Gleichstellung

Zuerst stand vor allem das Wahlrecht für die Frauen im Mittelpunkt des Internationalen Tages. Nachdem dies errungen war, rückten andere Ungleichbehandlungen in den Mittelpunkt des 8. März, an dem Frauen mit Demonstrationen und Kundgebungen auf ihre Benachteiligung aufmerksam machten. Zentrale Forderungen waren Arbeitsschutzgesetze, gleicher Anspruch auf Bildung, ausreichender Schutz für Mütter und Kinder, gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder legaler Schwangerschaftsabbruch. 

Auch im 21. Jahrhundert ist die Gleichstellung der Geschlechter nicht erreicht. Viele der Hauptforderungen sind zwar erfüllt worden, dennoch bleibt in Sachen Frauenrecht noch viel zu tun und so gehen am 8. März hunderte von Frauen – und auch Männer – auf die Strasse und protestieren mit farbigen Plakaten und Parolen für die Rechte der Frauen.

Linth24