Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Leserbrief
Kanton
23.02.2021
23.02.2021 12:04 Uhr

«Mulmiges Gefühl, vermummten Lebewesen zu begegnen»

Am 7. März 2021 wird über das Verhüllungsverbot abgestimmt. Nikab-Trägerinnen (Bild) wären davon betroffen. Bild: Pixabay / Jürgen Scheffler
Leser Mathias Reichmuth spürt ein Unbehagen, wenn er vermummten Gestalten begegnet. Auch im Hinblick auf die Gleichbehandlung der Religionen plädiert er für ein Ja zum Verhüllungsverbot.

«Leute, die ihr Gesicht zur Unkenntlichkeit verdecken, führen nichts Gutes im Schild. Einem vermummten Lebewesen zu begegnen, ist ein enorm mulmiges Gefühl.

Wer die Initiative gegen ein Verhüllungsverbot ablehnt, signalisiert Hooligans, Chaoten und gewalttätigen Demonstranten, wir würden ihr Verhalten tolerieren oder sogar begrüssen.

Christliche Symbole aus öffentlichen Räumen verbannt

Christliche Symbole wurden aus öffentlichen Räumen verbannt, wegen Gleichbehandlung aller Religionen. Ob damit religiöse Gefühle der einheimischen Bevölkerung verletzt wurde, ist egal.

Nun wird gegen ein Verbot der Ganzkörperverhüllung argumentiert, sie sei ein religiöses Symbol, das wir nicht verbieten dürfen, weil wir so die Integration behindern. Soll Gleichbehandlung mehr als eine faule Ausrede sein, stimmen Sie zum Verhüllungsverbot ‹Ja›.

Bringen Sie es nicht übers Herz, eine SVP-Initiative anzunehmen, sollten Sie sich gerechterweise dafür einsetzen, dass in Zukunft im öffentlichen Raum Symbole aller Religionen aufgestellt werden dürfen.»

Mathias Reichmuth, Küssnacht