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Kanton
04.02.2021

KMU-Plattform will Richtungswechsel

Ein KMU-Forum ist unzufrieden mit den gegenwärtigen Entwicklungen und fordert Veränderungen. (Symbolbild)
Ein KMU-Forum ist unzufrieden mit den gegenwärtigen Entwicklungen und fordert Veränderungen. (Symbolbild)
Eine Gruppe UnternehmerInnen gründete im November 2020 die Plattform kmu-plan-c.ch. Diese setzt sich für Eigenverantwortung, Regionalität und Nachhaltigkeit sowie gegen die Regulierungsflut ein.

Wir UnternehmerInnen haben vor kurzem die Plattform www.kmu-plan-c.ch ins Leben gerufen. Voraus ging eine längere Phase von vielen Diskussionen und einem Erfahrungsaustausch über zahlreiche Branchen, vom Gesundheits- bis zum IT-Wesen.
Wir haben nebst unseren Mitgliedern eine sehr grosse Zahl von KMUs, welche uns im Moment noch «stillschweigend» unterstützen, weil sie sich u.a. vor Repressalien aller Art schützen wollen.

Schlüssel: Nachhaltiges, lokales und regionales Wirken

Damit unsere Gesellschaft wieder gesunden kann, ist es unsere primäre Grundhaltung und Überzeugung, dass der wirksamste Weg ein nachhaltiges, lokales und regionales Wirken beinhaltet. Ein globales Zusammenwirken soll an strengste Nachhaltigkeit gekoppelt werden.

Im Zentrum einer umzubauenden Gesellschaft sollen die Prädikate Vielfalt, Föderalismus, Eigenverantwortung, Menschlichkeit, Tüchtigkeit und das Massvolle stehen. Durch diese Prädikate, verbunden mit einer vernetzten Zusammenarbeit kleiner Einheiten, erhalten wir Menschen und KMU eine auf Nachhaltigkeit – Persönlichkeit basierende Selbstbestimmung.

Gegen Überwachung, Zeittreiberei und Regulierungsflut

Wir wollen Vertrauen leben und nicht Überwachung und Zeittreiberei. Auf dieser Basis kann der Ausuferung, der enormen Regulierungsflut, verbunden mit einer immer grösser werdenden Verwaltung, Einhalt geboten werden. Dies betrifft ebenso die «Schattenregierungen» der Grosskonzerne im Bereich Gesundheit, Finanzen, Digitalisierung, Medien und Energie.

Wir liessen uns auf eine Art und Weise systemabhängig machen, welches uns inzwischen kaum mehr ermöglicht, mitzudenken, weil nur noch das ausgeführt werden kann, was von «Oben» diktiert wird.

Corona macht Dimensionen des Desasters deutlich

Das ganze Ausmass des Desasters bringt Corona zu Tage.
Die Menschen dürfen sich nicht mehr treffen, ihnen wird von oben diktiert, sie können nicht mehr ins Restaurant oder den Hauswaren-/Kleiderladen gehen.
Man ermuntert uns vom Staat direkt oder indirekt bei Amazon online einzukaufen, im gleichen Zuge brüstet man sich, wieviel Postpäckli unsere Nationalpost über die Festtage verarbeitete, und schliesst parallel schrittweise Poststellen für Poststellen.
Erwachsenen Menschen befiehlt man per Gesetz, wie sie sich zu schützen, anzuziehen und zu begegnen haben, der gesunde Menschenverstand wird in staatlicher Form bewusst dem Gesetz komplett unterordnet.

Bund und Kantone unterstützen unzureichend

Es ist der 1. Februar 2021: Es ist wirklich «unerhört», wie es der Titel in einem Film von SRF-Moderator Reto Brennwald heisst.
So z.B. haben die zugesperrten Gastrobetriebe per heute kaum die notwendige Unterstützung erhalten. Viele KMU sind bereits im Konkurs oder nahe dran. Es gibt bei uns Betriebe, welche einen Ausfall von rund einer halben Million haben und noch keinen Rappen von Kanton oder Bund aus der Kurzarbeitsentschädigung oder dem Härtefallprogramm bekommen haben.
Es gibt bei uns Betriebe, welche im Herbst ganz normal Kurzarbeit erhalten haben und einmal im Wirrwarr der Beschlüsse und Unsicherheiten die Anmeldefrist übersahen, wiederum die Kurzarbeit anzumelden. Der Staat straft sie damit, indem er 2 Monate keine Zahlungen leistet, und mit einem «Es tut uns leid, das Gesetz sei wichtiger als ein betriebliches Überleben».

Das Fass ist voll

Ja, das Fass ist voll. Wir KMU sind uns gewohnt auch «Dreck» zu schaufeln und zu essen, wir haben keine Lobby, wir werden vom Gesetzgeber behandelt wie unmündige, unverantwortliche Menschen, und dies nicht nur jetzt.

Viele Jahre schon haben wir unterschiedliche negative Erfahrungen mit dem enormen Verwaltungsapparat, mit der Regulierungsflut des Staates und dessen Behörden und Gerichten gemacht. Im Zuge der Zeittreiberei, des wirtschaftlichen Drucks und Wachstums hat man dies immer wieder verdrängt.

Das Heft selber in die Hand nehmen

Wir werden das Heft selber in die Hand nehmen und freuen uns, wenn sie uns als unsere Nachbarn, Kunden, Freunde, Eltern von Lernenden, RentnerInnen, Schulverantwortlichen im Dorf – im Quartier nicht nur materiell unterstützen, den Mittelstand zu erhalten und zu fördern. Sie hören wieder von uns.

Website: kmu-plan-c.ch

PD, kmu-plan-c.ch