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20.12.2020
21.12.2020 15:50 Uhr

«Die Mitte»: CVP-Mitglieder zum Logo und zur Fusion

Was denken zwölf CVP-PolitikerInnen aus dem Linthgebiet über die Zukunft ihrer Partei?
Was denken zwölf CVP-PolitikerInnen aus dem Linthgebiet über die Zukunft ihrer Partei? Bild: Linth24 / ZVG
Neben der Umbenennung in «Die Mitte» wird die CVP auch ein neugestaltetes Logo erhalten und durch die Fusion mit der BDP wachsen. Wie reagieren CVP-PolitikerInnen aus dem Linthgebiet darauf?

Zum künftigen Parteiauftritt wird auch ein neues Logo gehören, das ebenfalls vom CVP-Parteipräsidium vorgeschlagen wurde. Im neuen Logo werden die Kernwerte aufgezählt, für welche die Partei «Die Mitte» einstehen will: Freiheit, Solidarität, Verantwortung.

Gegenüberstellung der Logos: CVP (franz. PDC) und «Die Mitte» (franz. «Le Centre»). Bild: ZVG / CVP, Linth24

Neues Logo wird oft als «schlicht» empfunden

Viele der befragten zwölf CVP-Mitglieder aus dem Linthgebiet bezeichnen das Logo als «schlicht», manche auch als «einfach» oder «modern». Der orangefarbene Bogen wird von zwei Vertretern als verbindendes Element interpretiert.

«Das Logo? Nicht sehr revolutionär. Muss es aber auch nicht sein. Na ja, kreativ betrachtet könnte man auch ein ‹C› interpretieren.»
Daniela Brunner-Gmür, Gemeindepräsidentin, Kaltbrunn

Die Kaltbrunner Gemeindepräsidentin Daniela Brunner findet das neue Logo nicht sehr revolutionär, doch das müsse es auch nicht sein. Im orangefarbenen Bogen könne man bei kreativer Betrachtung auch ein (gespiegeltes) C sehen.

«Das Logo reisst mich nicht vom Hocker, aber die Schlichtheit ist sicherlich gewollt und die Wiedererkennung ist gut. Schön, dass die orange Farbe geblieben ist.»
Otmar Arnold, Gemeinderat, Gommiswald

Das neue Logo löst bei Otmar Arnold, Gemeinderat in Gommiswald, keine Begeisterungsstürme aus. Die Schlichtheit sei sicherlich beabsichtigt. Arnold findet, das neue Logo lasse sich gut wiedererkennen, und freut sich, dass vom alten noch die orange Farbe geblieben ist.

«Das neue Logo berührt mich emotional nicht und wirkt auf mich etwas bescheiden, optisch aber ansprechend.»
Gabi Tremp, Gemeinderätin, Schänis

Zwiespältig fällt das Urteil der Schänner Gemeinderätin Gabi Tremp aus: Das neue Logo berühre sie emotional nicht und wirke auf sie etwas bescheiden, optisch aber ansprechend.

«Das neue Logo spricht mich an. Ich werde jedenfalls keine Mühe haben, mit diesem Logo öffentlich aufzutreten.»
Yvonne Suter, Kantonsrätin, Rapperswil-Jona

Positiv ist die Einschätzung der Kantonsrätin Yvonne Suter aus Rapperswil-Jona. Sie findet das Logo von «Die Mitte» ansprechend und werde keine Mühe haben, mit dem neuen Logo öffentlich aufzutreten.

Fusion mit der BDP wird begrüsst

Die befragten CVP-Mitglieder aus dem Linthgebiet heissen den Zusammenschluss mit der BDP – einer Partei mit einer bewegten Geschichte – gut. Viele halten ihn für naheliegend und sehen darin eine Möglichkeit zu wachsen.

«Das macht Sinn. Die Mitte muss ihre Kräfte bündeln.»
Beni Würth, Ständerat, Rapperswil-Jona

So macht aus Sicht von Ständerat Beni Würth das Zusammengehen Sinn. Die Mitte müsse ihre Kräfte bündeln.

«Die Fusion macht Sinn, da beide Parteien den grössten Teil der Positionen teilen. Zudem fehlt momentan eine starke Mittepartei.»
Andreas Bühler, Gemeinderat, Weesen

Ähnlich sieht es der Weesner Gemeinderat Andreas Bühler. Er hält die Fusion ebenfalls für sinnvoll, da einerseits beide Parteien den grössten Teil der Positionen teilten und andererseits momentan eine starke Mittepartei fehle.

«CVP und BDP ergänzen sich sehr gut, und ich bin sicher, dass in diesem Fall 1 plus 1 mehr als 2 ergibt.»
Yvonne Suter, Kantonsrätin, Rapperswil-Jona

Yvonne Suter findet, die BDP habe gutes Personal und gute Ideen. Aus ihrer Sicht würden CVP und BDP sich sehr gut ergänzen. Sie zeigt sich optimistisch, dass hier 1 plus 1 mehr als 2 ergebe.

«Es ist wichtig, dass wir von der CVP aus wirklich eine Fusion gestalten und nicht eine ‹Übernahme› leben. Damit sich die BDP-Mitglieder mit einer neuen politischen Heimat identifizieren können, braucht es eine Begegnung auf Augenhöhe.»
Franziska Steiner-Kaufmann, Kantonsrätin, Gommiswald

Für ihre Kantonsratskollegin Franziska Steiner-Kaufmann aus Gommiswald ist es wichtig, dass der Zusammenschluss nicht als «Übernahme» von der CVP aus, sondern als Fusion zweier Parteien auf Augenhöhe umgesetzt werde. Auf diese Weise könnten sich die ehemaligen BDP-Mitglieder mit ihrer neuen politischen Heimat identifizieren.

«Die BDP hat einen anderen Hintergrund als die CVP. Aber die Unterschiede sind heute nicht mehr so gross. Für mich ist ein Zusammenschluss in Ordnung, wenn weiterhin an der ‹CVP›-Politik festgehalten wird.»
Regina Zweifel, Gemeinderätin, Gommiswald

Regina Zweifel, Gemeinderätin in Gommiswald, weist zunächst auf den anderen Hintergrund der BDP hin, durch den sich diese Partei von der CVP unterscheidet. Allerdings stellt sie fest, dass sich die Positionen der beiden Parteien mittlerweile angenähert haben und die Unterschiede heute nicht mehr so gross seien. Für Zweifel ist eine Fusion in Ordnung, solange an der CVP-Politik weiter festgehalten werde.

Stefan Knobel, Linth24