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Leserbrief
Uznach
20.11.2020

«Uzner Steuergelder zum Fenster rausgeworfen»

Ein Linth24-Leser aus Uznach ist sich sicher: «Die Ausgaben der Gemeinde Uznach laufen aus dem Ruder!»
Ein Linth24-Leser aus Uznach schreibt, dass mit dem Finanzplan 2021 von Uznach ein Vermögen von 8 Mio. innert 3-4 Jahren vernichtet werde, ohne Mehrleistungen.

«Während umliegende Gemeinden die Steuern senken, wird mit dem Finanzplan 2021 und den folgenden Jahren dem Uzner Bürger aufgezeigt, wie man die Steuergelder sprichwörtlich zum Fenster hinauswerfen kann.

Ich kann es nicht begreifen, wie der Gemeinderat so ein fragwürdiges Budget dem Bürger vorlegen kann. All die grossen Anstrengungen der Entschuldung von fast 30 Mio. im Jahre 2006 auf heute ein Eigenkapital von 9 Mio. werden zur Belastungsprobe.

Ist das eine verantwortliche Arbeit?

Mit dem neuen Rechnungsmodell VRSG hat man vergleichbare Werte. Im Budget sind mir einige Positionen aufgefallen, die man kritisch hinterfragen muss.

Es wird eine neue 60% Stelle für Altersberatung geschaffen, wenn man die Personalkosten hochrechnet aufs Jahr entspricht dies Fr. 147`333.- ohne Büro- und Informatikkosten. Zusätzlich weise ich auf den ausführlichen Bericht in der Linthsicht vom November hin, da will der Gemeinderat Pflegewohnungen mieten.

Die politische Aufarbeitung des Pflegezentrums Linthgebiet PZL wird nicht gemacht, aus meiner Sicht verantwortungslos! Mit der Pro Senectute und Spitex haben wir in Uznach schon eine gut funktionierende Organisation, unerklärbar dieses Vorgehen des Gemeinderates. Keine andere Gemeinde im Linthgebiet schafft so eine neue Stelle in der Verwaltung.

Entgleitet dem GR die Verwaltung?

Bei den nicht gebundenen Ausgaben sind 2021 sage und schreibe total Fr. 407`500.- Honorare für externe Berater eingeplant, wer kann so viel verantworten?

Es werden in verschiedenen Bereichen der Verwaltung mehr Stellen geschaffen, wie kann das sein? Jetzt wo alle Mitarbeiter in der Privatwirtschaft den Gürtel enger schnallen und sogar um einen Stellenabbau bangen müssen. Es stellt sich schon die Frage: Entgleitet dem Gemeinderat die Verwaltung?

Wo ist das Wahlversprechen?

Mit der Einführung vom Rektorat 2014 in der Schule, wurde dem Bürger versprochen, dass man die Schule effizienter und flexibler in allen Bereichen führen kann. Seit der Schaffung des Rektorats sind die Bildungsausgaben jährlich um ca. Fr. 400`000.- gestiegen, bei gleicher Schülerzahl.

Gemeindepräsident Diego Forrer hat beim Vorstellungsgespräch versprochen, dass er grosse Erfahrung im Bereich Schule mitbringt. Und jetzt haben wir eine Kostensteigerung von 1 Mio. im Schulbudget, wo ist sein Wahlversprechen?

Die Ausgaben der Gemeinde Uznach laufen aus dem Ruder!

Fazit: Budgetrückweisung zurück an den Absender.»

Alex Brändle aus Uznach