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Schmerikon
06.01.2026
07.01.2026 09:52 Uhr

Sternsinger verteilten keine Polit-Propaganda

Die Katholische Kirche Obersee wehrt sich.
Die Katholische Kirche Obersee wehrt sich. Bild: Linth24/KI
Die Seelsorgeeinheit Obersee weist die Vorwürfe im Artikel «Sternsinger für Politpropaganda missbraucht» entschieden zurück. Die Kirche schreibt von einer unglücklichen Vermischung.

Linth24 erhielt von Bürgern aus Schmerikon Reklamationen, die Sternsinger hätten Flyer zur Konzernverantwortungsinitiative verteilt. Die Kirche widerspricht, es sei unwahr, dass Kinder, die im Dorf als Sternsinger unterwegs waren Flyer für die Filmvorführung «Macht und Ohnmacht» verteilt hätten. Die Seelsorgeeinheit Obersee schreibt dazu:

«Unglückliche Gleichzeitigkeit»

«Eine solche Instrumentalisierung der Kinder und der Sternsingeraktion wäre tatsächlich scharf zu verurteilen. Es kam aufgrund einer nicht geplanten unglücklichen Gleichzeitigkeit zum Missverständnis. In Schmerikon und Gommiswald wurden die Flyer von privaten erwachsenen Personen verteilt, in Uznach erfolgte der Versand per Post.

Entschiedene Zurückweisung

Im Zusammenhang mit der Sternsingeraktion in Schmerikon waren seit Freitag Sternsingerkinder mit jeweils einer erwachsenen Begleitperson unterwegs. Wo niemand zu Hause war, wurde ein Handout zur Sternsingeraktion in die Briefkästen gelegt. Es fand keine Verteilung von Flyern zur geplanten Filmveranstaltung durch die Sternsinger statt. Die zeitliche Überschneidung zwischen dem Einwurf der Sternsinger-Handouts und der separaten Flyerverteilung war unglücklich. Der Vorwurf einer Instrumentalisierung von Kindern wird auch von Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit Obersee und dem Kirchenverwaltungsrat klar und entschieden zurückgewiesen und verurteilt.

Stellungnahme zu Initiativen

Das Seelsorgeteam nimmt zur unglücklichen Vermischung der unterschiedlichen kirchlichen Initiativen Stellung. Zunächst gilt es festzuhalten, dass die Konzernverantwortungsinitiative von Umwelt- und Menschenrechtsverbänden sowie Hilfswerken lanciert wurde. Der Film, für den Werbung gemacht wurde, hat zum Ziel, auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen und eine fundierte gesellschaftliche und politische Diskussion zur Konzernverantwortungsinitiative vorzubereiten.

Seelsorge unterstützt Veranstaltung

Das Team der Seelsorgeeinheit Obersee unterstützt die Filmveranstaltung, weil sie die Hintergründe der Initiative beleuchtet und verständlich aufzeigt, weshalb sie ergriffen wurde. Der Film sollte der Information und Sensibilisierung dienen und als Vorbereitung für eine sachliche politische Diskussion verstanden werden. Im Anschluss an die geplante Filmvorführung ist ein Apéro vorgesehen, der Raum für persönlichen Austausch und Gespräche bietet.

Kampagne nicht beabsichtigt

Eine Unterstützung parteipolitischer Kampagnen war vom Team nicht beabsichtigt, auch wenn die Veranstaltung gemeinsam mit der evangelischen Kirchgemeinde, dem Claro Weltladen Uznach, den Grünen und der SP organisiert wurde, bewusst im Vorfeld der Abstimmungslancierung. Grundsätzlich hätten auch weitere Parteien die Möglichkeit zur Mitwirkung gehabt; Parteipolitik war nicht Ziel der Veranstaltung. Die Zusammenarbeit und insbesondere das gemeinsame Auftreten mit mehreren Logos auf demselben Flyer haben sich rückblickend als ungeschickt erwiesen. Dafür entschuldigt sich das Team ausdrücklich.»

Seelsorgeteam der Seelsorgeeinheit Obersee und der Kirchenverwaltungsrat 

Markus Arnitz, Linth24
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